Universal wollte Napster angeblich selbst
12.07.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Dort besprach er seine Übernahme-Pläne mit dem Sony-Chef Nobuyuki Idei, dem damaligen Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff und zwei Partnern der Investment-Firma Hummer Winblad. Bronfman wollte laut «Spiegel» die Übernahme anführen, dann aber alle Musikkonzerne gemäß ihren aktuellen Marktanteilen an Napster beteiligen. Der Kauf scheiterte demnach jedoch an den überzogenen Preisvorstellungen von Napster, das sich selbst mit rund zwölf Milliarden Dollar bewertete.
Die Vorwürfe der Kläger, neben Universal auch der Musikkonzern EMI, seien haltlos, zitierte das Magazin aus der 50-seitigen Argumentation. Des Vorwurfs einer «mitwirkenden Urheberrechtsverletzung» habe Bertelsmann sich mit seinem Napster-Engagement nicht schuldig machen können, da der Konzern als Finanzier in der dritten Reihe stand.
Nach dem Konkurs von Napster hatte das Software-Unternehmen Roxio die Marke und die Technologie für fünf Millionen Dollar übernommen. Napster musste im Juli 2001 den Dienst einstellen, weil es nicht gelungen war, wie von Gerichten gefordert, die Verletzung von Urheberrechten zuverlässig zu stoppen. (nz)

