08. Jul 2003 14:53
Die Unternehmensberatung McKinsey erwartet für die Billig-Anbieter ab 2007 deutlich geringeres Wachstum bei den Passagierzahlen. Die etablierten Gesellschaften sollen ihren Konsolidierungskurs fortsetzten.
Die Billig-Fluggesellschaften werden ab 2007 nur noch geringere Wachstumsraten aufweisen. Davon geht die Unternehmensberatung McKinsey in am Dienstag veröffentlichten Studie aus. Die traditionellen Fluggesellschaften werden zudem durch die Billig-Konkurrenz kaum in Bedrängnis geraten, so die Experten. «Mittel- und längerfristig konnten wir keine Ertragsnachteile für die Etablierten feststellen», sagte McKinsey-Partner Lucio Pompeo.So schätzen die Unternehmensberater, dass die Billig-Airlines ihren Anteil am Passagieraufkommen in Europa von 7 Prozent im Jahr 2001 auf 14 Prozent im Jahr 2007 verdoppeln werden. Das entspräche einem jährlichen Wachstum von 20 Prozent. Dagegen werde das Plus bei den traditionellen Anbietern im selben Zeitraum nur bei 4,5 Prozent liegen.
Das geringere Wachstum von 2007 an werde vor allem durch die zunehmende Konkurrenz unter den Billig-Anbietern, die starke Position der nationalen Airlines und die Dominanz der Reiseveranstalter im Pauschalreisemarkt hervorgerufen, urteilten die McKinsey-Experten.«Auf einigen wichtigen Inlandsstrecken arbeiten manche nationalen Airlines inzwischen so kosteneffizient, dass sie mit den neuen Herausforderern konkurrieren können. Überdies werden die interessanten internationalen Verbindungen längst von mindestens einem Billigflieger abgedeckt sein», sagte Pompeo weiter.