netzeitung.deEndgültiges Aus für Bahnwerk Opladen

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Bahnwerk in Opladen (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bahnwerk in Opladen
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Hungerstreik in Opladen hatte keinen Erfolg: Das dortige Bahnwerk wird zum Jahresende geschlossen. Den Beschäftigten werden Ersatz-Arbeitsplätze angeboten.

Das Bahnwerk im nordrhein-westfälischen Opladen wird trotz der massiven Proteste der Beschäftigten geschlossen. Das ergab ein Spitzengespräch der Beteiligten bei Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) am Freitag in Berlin.

Ergebnis der Gespräch ist nach Mitteilung des Ministeriums, dass «es keine Alternativen zum Vorstandsbeschluss über die Schließung gibt». Weder die Fortführung des Werkes durch die Bahn AG noch die durch einen Investor könne erfolgreich sein. Jedem der Betroffenen werde einen Arbeitsplatz angeboten. Sie lägen überwiegend in Nordrhein-Westfalen, hieß es weiter.

Aufruf, Streiks abzubrechen
An dem Gespräch nahmen neben Stolpe auch Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD), Bahnchef Hartmut Mehdorn, der Vorsitzende der Gewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, der Betriebsratsvorsitzende des Werkes, Kuno Dreschmann, sowie der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Axel Horstmann teil.

Die Gewerkschafter erklärten, sie könnten die Entscheidungsgründe nicht akzeptieren. Sie sähen aber mangels Alternativen ihre Verantwortung darin, für die Beschäftigten geeignete Ersatzarbeitsplätze zu vermitteln. Einig waren sich die Teilnehmer, dass keinem der zurzeit noch etwa 420 Beschäftigten gekündigt werden solle.

Hungerstreikende wütend
Die Gesprächsteilnehmer baten die Beschäftigten, ihre Streikmaßnahmen zu beenden. Seit zwei Wochen befinden sich rund 20 Mitarbeiter des Werks im Hungerstreiks. Einer der Teilnehmer am Protest sagte, er empfinde nach der Entscheidung «nur Wut».

Erst am Donnerstag hatten mehrere hundert Beschäftigte das Bahnwerk besetzt. Die Bahn hatte die Aufgabe des Opladener Werks vor zwei Jahren beschlossen und vor zwei Wochen auch Verkaufsgespräche für das Werk für gescheitert erklärt. Der traditionsreiche Standort war erst 1999 mit Millionenaufwand modernisiert worden. (nz)