netzeitung.deBaugewerbe hakt 2003 schon ab

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Bauarbeiter in Berlin (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bauarbeiter in Berlin
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die deutsche Bauwirtschaft bleibt pessimistisch: Auch 2003 wird ein «verlorenes Jahr» werden. Im Bauhauptgewerbe sei mit einem Umsatzrückgang von drei bis vier Prozent zu rechnen.

Acht magere Jahre liegen hinter der deutschen Bauwirtschaft, und auch 2003 dürfte der Bundesvereinigung Bauwirtschaft (BVB) zufolge bereits jetzt als «verlorenes Jahr» in die Branchengeschichte eingehen. Bei den Auftragseingängen sei keine Belebung erkennbar, sagte BVB-Präsident Heinz-Werner Bonjean am Donnerstag in Berlin.

Dies gelte für alle drei Fachbereiche des Verbandes. Im Bauhauptgewerbe sei in diesem Jahr mit einem Umsatzrückgang von drei bis vier Prozent zu rechnen und mit einem Abbau der Beschäftigung von etwa fünf Prozent, sagte Bonjean. Im Ausbaugewerbe erwarte er ein Umsatzminus von vier Prozent und ein Rückgang der Beschäftigtenzahl um sechs Prozent.

«Eigenheimzulage muss bleiben»
Im Bereich der Haus- und Gebäudetechnik rechnet der BVB mit einem Minus beim Umsatz um etwa drei Prozent und bei der Beschäftigung um vier Prozent. In den rund 300.000 Mitgliedbetrieben im gesamten Verbandsbereich sei der Umsatz im Vorjahr um rund fünf Prozent gesunken, sagte Bonjean. Die Beschäftigtenzahl sei um rund sieben Prozent knapp unter drei Millionen Mitarbeiter gesunken.

Der Verbandschef äußerte sich grundsätzlich positiv zum geplanten Vorziehen der dritten Stufe der Steuerreform. Kritik äußerte er an dem Vorhaben, die Eigenheimzulage zu streichen. Sie dürfe nicht zur Disposition gestellt werden, da es sich nach Ansicht des BVB nicht um eine Subvention, sondern um eine Investitionszulage für Bauherren handle, sagte Bonjean. (nz)