netzeitung.deMitarbeiter besetzen Bahn-Werk Opladen

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Hungerstreik im Bahn-Werk-Opladen (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Hungerstreik im Bahn-Werk-Opladen
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Mitarbeiter-Protest im Instandhaltungs-Werk Opladen der Deutschen Bahn hat sich weiter verschärft. Am Donnerstag haben die Streikenden das Werk abgeriegelt und besetzt.

In dem Opladener Werk hat sich die Lage am Donnerstag weiter zugespitzt. Rund 400 der etwa 500 Beschäftigten des nordrhein-westfälischen Standorts besetzten aus Protest gegen die zum Jahresende bevorstehende Schließung das Werk und verriegelten sämtliche Tore mit Ketten. Das teilte die Bahn-Gewerkschaft Transnet am Donnerstag mit.

Zugleich habe sich der Gesundheitszustand der Gruppe der seit zwei Wochen hungerstreikenden Betriebsratsmitglieder verschlechtert. Zwei weitere Hungerstreikende wurden laut Transnet mit einem Notarztwagen ins Krankenhaus gebracht. Damit mussten inzwischen vier Hungerstreikende ihre Protestaktion abbrechen. Die nunmehr verbliebenen 21 Mitarbeiter beabsichtigten aber, den am 20. Juni begonnenen Hungerstreik aber unbefristet fortsetzen, hieß es weiter.

Transnet befürchtet Eskalation
Der Transnet-Beauftragte für die Region, Kuno Dreschmann, forderte den nordrhein-westfälischen Ministerpräsident Peer Steinbrück und Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (beide SPD) erneut auf, sich einzuschalten. Die Situation werde sonst ausufern.

Mit den Protestaktionen wollen die Mitarbeiter den Erhalt der Arbeitsplätze in dem Werk erzwingen, das zum Jahresende endgültig geschlossen werden soll. Die Bahn hatte die Verkaufsgespräche in der vergangenen Woche für gescheitert erklärt. Der Betriebsrat forderte die Bahn auf, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren. (nz)