netzeitung.deSchmidtbank verschärft Personalabbau

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Die Schmidtbank hat im ersten Quartal mehr Verlust gemacht als erwartet. Der Personalabbau insbesondere in der Hofer Bankenzentrale wird darum noch beschleunigt.

Die Schmidtbank wird weiter Personal abbauen. Das kündigte Vorstands-Chef Paul Wieandt am Montag auf der Hauptversammlung in Hof an. Damit reagiere die Bank auf die schlechte Ertragslage im laufenden Geschäftsjahr.

Im ersten Quartal habe die Bank einen Verlust von acht Millionen Euro und damit doppelt so viel wie erwartet ausgewiesen. Der Trend habe sich im zweiten Quartal fortgesetzt. Vor dem Hintergrund der schlechten konjunkturellen Lage und der schwachen Ertragssituation werden Erlös-Steigerungen bis zum Jahresende «nur schwerlich» zu erreichen sein, sagte Wieandt weiter.

Stellenabbau insbesondere am Hauptsitz Hof
«Hauptziel» sei deshalb, «in allen Bereichen nachhaltige Kostensenkungen vorzunehmen», sagte der Vorstandschef. Die dritte Führungsebene der Bankzentrale in Hof solle «auf das absolut notwendige Maß reduziert werden». Darüber hinaus werde die Führungsstruktur im Vertrieb gestrafft. Außerdem sollen der Meldung zufolge «Filialen regional zu Großfilialen» zusammengeschlossen werden. Dafür werde ein neues Stellen- und Personalkonzept erarbeitet. Mit dem Betriebsrat soll ein Interessenausgleich verhandelt werden.

Ende 2001 war bekannt geworden, dass die Schmidtbank in die finanzielle Schieflage geraten war. Im Jahr 2002 hatte sich das Geldinstitut von mehr als 30 Beteiligungen getrennt, unter anderem etwa vom Internet-Broker Consors. 50 von 120 Filialen wurden seitdem geschlossen und die Zahl der Mitarbeiter von 2000 auf 1200 reduziert. Bis 2005 will die Schmidtbank nach eigenen Angaben wieder die Gewinnzone erreichen. (nz)