26.06.2003
Herausgeber: netzeitung.de
General Electric ist offenbar auf der Suche nach Zukäufen im deutschsprachigen Raum. Das Geld ist vorhanden: Durch die Trennung von Teilen des Versicherungsgeschäft nimmt der Mischkonzern mehr als zwei Milliarden Dollar ein.
Der US-Mischkonzern General Electric (GE) will in Deutschland expandieren. «Wir wollen unser Geschäftsvolumen drastisch steigern und in den nächsten drei Jahren verdoppeln», sagte Deutschland-Chef Thomas Limberger einem Bericht der «Berliner Zeitung» von Donnerstag zufolge.
Er denke an Firmenübernahmen und Investitionen in verschiedenen Sparten. Namen möglicher Kandidaten nannte Limberger aber nicht. Ziel sei es, «die Marktposition im deutschsprachigen Raum signifikant zu verbessern».
Teilabschied vom VersicherungsgeschäftDie Kriegskasse des Konzerns ist für Übernahmen gut gefüllt: Wie der US-Mutterkonzern am Donnerstag in Fairfield im Bundesstaat Connecticut mitteilte, veräußert GE das Geschäft mit Lebensversicherungen in Japan sowie die US-Auto- und Hausversicherungen an den US-Versicherer American International Group (AIG). Die Einnahmen aus der Transaktion bezifferte GE auf rund 2,15 Milliarden Dollar. Vorbehaltlich der Genehmigung der Kartellbehörden soll das Geschäft binnen drei Monaten abgeschlossen sein.
Konzernchef Jeffrey Immelt hatte bereits vor Monaten angekündigt, dass GE das Engagement im Versicherungsbereich verringern werde. Allein das Rückversicherungsgeschäft hatte im Schlussquartal 2002 mit einem Nachsteuerverlust von 1,4 Milliarden Dollar zum Konzernergebnis beigetragen. (nz)