12. Jun 2003 13:25, ergänzt 14:08
Beim «Handelsblatt», der «Wirtschaftswoche» und weiteren Teilen der Verlagsgruppe gibt es eine neue Runde betriebsbedingter Kündigungen. Der Verlag will den Anzeigenrückgang auffangen.
Die Verlagsgruppe Handelsblatt (VHB) baut weitere 70 Stellen ab. Das sagte ein Verlags-Sprecher der Netzeitung und bestätigte damit einen Vorabbericht der Branchendienstes «Kress-Report». Die betriebsbedingten Kündigungen beträfen die Redaktionen des «Handelsblatts» und der «Wirtschaftswoche» sowie die Vermarktungs-Tochter GWP und den Datenbank-Dienstleister Genios, sagte der Sprecher weiter. VHB beschäftigt derzeit rund 1800 Menschen.Betroffen seien nur die genannten Bereiche, nicht etwa die Publikationen «DMEuro» oder «Junge Karriere», betonte der Sprecher. Vor allem «DMEuro» gilt in Branchenkreisen als von der Einstellung gefährdet. Die Entlassungen treffen dem Sprecher zufolge zudem nur «zu einem kleinen Teil die schreibenden Redakteure».
VHB rechne damit, dass die Anzeigenerlöse in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge zurückgehen werden und müsse seine Kapazitäten entsprechend anpassen. Dennoch halte die zum Holtzbrink-Verlag gehörende Gruppe am Ziel fest, in diesem Jahr schwarze Zahlen zu schreiben. Der Personalabbau diene dabei vor allem dem Ziel, «das Haus Zukunftssicher zu machen», sagte der Sprecher weiter. Zuletzt hatte sich VHB noch vorsichtig optimistisch gezeigt. Im Juni 2002 hatte das Unternehmen mit Hinweis auf die schwierige Branchenlage bereits 175 betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen. (nz)