netzeitung.deIWF mahnt Türkei zu Wirtschaftsreformen

 Herausgeber: netzeitung.de

Die Türkei muss nach dem Willen des Internationalen Währungsfonds weitere Reformanstrengungen unternehmen. Sonst setzt das Land bereits bewilligte Kredite aufs Spiel.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die türkische Regierung zu weiteren Wirtschaftsreformen ermahnt, damit die nächste Rate eines 150 Millionen Euro schweren Kreditpaketes überwiesen werden könne. Der IWF-Vorstand wird voraussichtlich im Juni über die Freigabe der nächsten Tranche entscheiden. Der Kredit wurde im vergangenen Jahr bewilligt, um Ankara bei notwendigen Reformen zu unterstützen.
„Strukturreformen beschleunigen“
In der Erklärung einer IWF-Delegation zum Abschluss einer zehntägigen Visite in der Türkei heißt es, die Regierung müsse «Schritte unternehmen, um den Haushalt im Rahmen zu halten und Strukturreformen zu beschleunigen.» Der IWF fordert insbesondere Gesetze zur sozialen Absicherung der Bevölkerung sowie die Überarbeitung des Steuersystems.

Gleichwohl bescheinigte der Währungsfonds Ankara «eine Verbesserung der wirtschaftlichen Aussichten». Die anvisierten fünf Prozent Wachstum in diesem Jahr seien zu erreichen. (nz)