22.03.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung muss die Commerzbank dem Fiskus 31,2 Millionen Euro erstatten. Gegen 30 Mitarbeiter wurde ermittelt.
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat nach Informationen des «Spiegel» Ermittlungen wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung gegen 30 Mitarbeiter der Commerzbank rechtskräftig abgeschlossen. Die Bank müsse nun 31,2 Millionen Euro an den Fiskus zahlen, berichtet das Magazin.
Demnach sollen die Beschäftigten der Bank Kunden dabei geholfen haben, Geld nach Luxemburg und in die Schweiz zu schaffen, um die Zinsabschlagsteuer zu umgehen. Dem «Spiegel» zufolge berechnet sich die Höhe der Strafe aus Gewinnen, die die Bank durch anonymisierte Transfers erwirtschaftet haben soll.
Gegen den früheren Vorstand für den Privatkundenbereich, Dietrich-Kurt Frowein, wurde zudem eine Geldstrafe von rund 775.000 Euro verhängt. Die übrigen 29 Beschuldigten, unter ihnen der ehemalige Vorstand Erich Coenen, erhielten dem Bericht zufolge eine Geldauflage von insgesamt etwa 2,3 Millionen Euro. Damit sei das Verfahren gegen sie eingestellt worden, wie ein Sprecher der Bank bestätigt habe. (nz)