netzeitung.deZeugen im Schill-Prozess vernommen

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Keine neuen Erkenntnisse: Ehemalige Kollegen von Ronald Schill machten noch einmal ihre Aussagen. Schill hofft auf einen Freispruch.

Die Zeugen sind vernommen, sie konnten nichts neues berichten. Alle zehn Zeugen im Prozess gegen den jetzigen Innensenator von Hamburg, Ronald Schill, blieben bei ihren Aussagen. Einige der Befragten konnten sich kaum noch an ihre früheren Aussagen erinnern und widersprachen sich gegenseitig.

Der Vorfall ist schon zwei Jahre her. 1999 hatte Schill, damals noch Amtsrichter, zwei Prozess-Zuschauer für ihr ungebührliches Verhalten ins Gefängnis geschickt. Im Oktober 2000 wurde er selbst dafür zu einer Geldstrafe verurteilt und legte Berufung ein.

Nun soll das Hamburger Landgericht erneut entscheiden, am Freitag wird ein Urteil erwartet.

Kritik von Anwälten
Hamburger Anwälte kritisierten am Montag, Schill sei als ehemaliger Richter im Vorteil. Es gebe zwar eindeutige Zeichen für einen absichtlichen Gesetzesverstoß, «wenn aber ein Gericht über einen Richter zu Gericht sitzt, gilt offenbar anderes, hieß es in der Erklärung der Hamburger Arbeitsgemeinschaft für Strafverteidigerinnen und Strafverteidiger..

Schill selbst erwartet einen Freispruch. (nz)