netzeitung.deKeine Einigung zwischen Banken und Kinowelt AG

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Ein überzeugendes Sanierungskonzept für das angeschlagene Nemax-Unternehmen Kinowelt ist immer noch nicht in Sicht. Das endgültige Aus rückt näher.

Die Gläubiger des hochverschuldeten Medienkonzerns Kinowelt
warten weiter auf ein überzeugendes Sanierungskonzept. Kinowelt-Vorstandschef Michael Kölmel sei am Zug, berichtet die Nachrichtenagentur dpa am Montag aus Bankenkreisen. Derzeit erwecke Kölmel den Eindruck, dass «noch etwas nach komme». Daher würden sich die Banken gedulden, um den Konkurs als schlimmsten aller Fälle zu vermeiden. Der bisher vorgelegte Sanierungsplan sei aber «nichts gewesen».
Banken offerieren Forderungsverzicht
Kinowelt hat laut Branchenkreisen einen Schuldverzicht sowie frisches Kapital in dreistelliger Millionenhöhe gefordert - aber weder einen Investor noch eine zukunftsfähige Geschäftsstrategie präsentiert. Grundsätzlich sind die Banken dem Vernehmen nach zu einem Forderungsverzicht auch in größerem Umfang bereit. Sie fordern aber im Gegenzug ein tragfähiges Sanierungskonzept.
Kinowelt: Kein Kommentar
Die Kinowelt Medien AG hatte Ende August in ihrem Halbjahresbericht kurzfristige Schulden von fast 600 Millionen Euro (1,17 Milliarden DM) ausgewiesen. Das Münchner Unternehmen wollte am Montag zunächst nicht Stellung nehmen. (nz)