netzeitung.deKinowelt droht Pleite noch in dieser Woche

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Die Kinowelt AG könnte noch in dieser Woche in Konkurs gehen. Die Banken haben das Sanierungskonzept als «indiskutabel» bezeichnet.

Die Situation der angeschlagenen Münchener Kinowelt hat sich am Wochenende dramatisch zugespitzt. Noch in dieser Woche könnte dem Unternehmen das endgültige Aus bevorstehen. Die kreditgebenden Banken hätten das vom Kinowelt-Vorstand vorgelegte Sanierungskonzept als «indiskutabel» bezeichnet, berichtet das «Handelsblatt» am Montag. Für eine Stellungnahme war am Montagmorgen im Unternehmen noch niemand zu erreichen.

Das Programm hatte eine Konzentration auf das Kerngeschäft Filmverleih, Lizenzhandel und DVD-Geschäft sowie Forderungsverzicht und frisches Kapital durch die Banken vorgesehen. Zum Konsortium gehören den Angaben zufolge rund zwei Dutzend Banken, der Hauptteil entfällt auf die BHF-Bank, ABN Amro und die Hypo-Vereinsbank.

Talfahrt der Billigaktie ungebremst
Im frühen Montagshandel verloren die Aktien von Kinowelt deutlich. Die schlechten Nachrichten vom Freitag zwangen die Papiere des zur Billigaktie verkommenen Unternehmens um rund 30 Prozent in die Knie.

Am Freitag hatte das Unternehmen in einer Ad-Hoc-Meldung die lange erwarteten Zahlen für das erste Halbjahr vorgelegt. Demnach wurde ein Verlust vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 161,9 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Verlust vor Steuern betrug 196,1 Millionen Euro.

Der Umsatz des ersten Halbjahres brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,2 Prozent auf 118,6 Millionen Euro ein. Damit überstieg der Verlust den Umsatz deutlich. Analysten hatten in einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters lediglich mit einem Fehlbetrag von knapp 42 Millionen Euro gerechnet.(nz)