Datenleck der Berliner Landesbank: 

netzeitung.deDas Vertrauen schwindet

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Kunden ärgern sich: Sparkasse in Berlin (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Kunden ärgern sich: Sparkasse in Berlin
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

«Vertrauen, wenn ich das schon höre», «Ich bin schon besorgt, aber ich weiß nicht, ob ich betroffen bin» - wie Berliner Kunden auf den Datenskandal reagieren. Von Thorkit Treichel und Iris Brennberger .

«Wir sagen Danke für Ihr Vertrauen, wünschen eine schöne Vorweihnachtszeit und geruhsame Feiertage», steht auf einem Plakat der Filiale der Berliner Sparkasse in einer Seitenstraße des Kudamms. Ein Hinweis zum Datendiebstahl bei der Berliner Landesbank findet sich am Wochenende nicht.

«Vertrauen, wenn ich das schon höre», sagt ein Bankkunde, der am Sonnabend Geld am Automaten abhob. Sorge um sein Erspartes hatte er nicht. «Wenn mir ein Schaden entstanden wäre, müsste die Bank dafür gerade stehen», sagte er. «Aber mich empört, wie fahrlässig die Bank mit Kundendaten umgeht und sie einfach an eine private Firma weitergibt.»

Auch in anderen Sparkassen-Filialen erhielten die Kunden keine Informationen über den aktuellen Fall. Viele, die am Wochenende Geld abhoben, hatten noch nicht von dem Diebstahl gehört, oder sie sahen keine Verbindung zwischen der LBB und ihrem Konto bei der Sparkasse.

«Ich bin schon besorgt, aber ich weiß nicht, ob ich betroffen bin», sagte eine Frau am Automaten in der Schönhauser Allee. Sie wolle ihre Kontoauszüge genau studieren. «Es sollen ja vor allem kleine Beträge abgebucht werden, weil das nicht so auffällt.» Ein Mann war froh, dass er keine Kreditkarte habe. « Mit denen passieren ja die meisten Betrügereien.»

Hotline für Kreditkarteninhaber
Eigentlich müsste man die Bank wechseln, sagte eine Frau, die am Kurfürstendamm Geld abhob. «Doch anderen Geldinstituten traue ich auch nicht über den Weg», sagte sie. Und ohne Konto gehe es heutzutage nicht mehr. «Mein Gehalt wird mir nicht bar in die Hand gedrückt.»

Auf der Internetseite der Sparkasse bekamen die Kunden ebenfalls keine Informationen. Die Seite sah aus wie immer. Auf der LBB-Seite dagegen fand sich eine Erklärung der Bank sowie Antworten auf Fragen wie: Ist meine Kreditkarte betroffen? Sind Pins gestohlen worden?

Viele Kunden versuchten, sich telefonisch zu informieren. Am Wochenende hieß es, die Telefonleitungen zur Landesbank seien überlastet. Am Sonntag war die Hotline für Kreditkarteninhaber aber gut erreichbar. Sie ist 24 Stunden geschaltet, Tel. 869 801.

Mit freundlicher Genehmigung entnommen aus der Berliner Zeitung.