Handy-Tarife: 

netzeitung.deSMSen soll billiger werden

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Urlaubsgrüße per SMS sollen billiger werden (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Urlaubsgrüße per SMS sollen billiger werden
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Wer eine Kurznachricht mit dem Handy aus dem Ausland verschickt, zahlt bis zu 25 Mal so viel wie bei einer Inlands-SMS. Das soll sich ändern. Die EU-Kommission will gegen überhöhte Tarife vorgehen.

Die EU-Kommission will die Handytarife weiter senken. SMS aus dem europäischen Ausland sollen von 2009 an maximal 15 Cent kosten, wie die EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, Viviane Reding, der «Süddeutschen Zeitung» sagte.

Reding wird demnach am Dienstag einen entsprechenden Änderungsantrag zur Roamingverordnung vorschlagen. Der genaue Betrag stehe noch nicht fest, aber er werde zwischen 11 und 15 Cent liegen, sagte sie. Die EU-Kommission geht zudem massiv gegen Tricksereien bei Handy-Klingeltönen vor. Pro Jahr werden in der EU dem Bericht zufolge rund 200 Milliarden SMS geschrieben, davon 2,5 Milliarden über nationale Grenzen hinweg. Bisher kosten Auslands-SMS das bis zu 25-Fache einer Inlands-SMS.

Reding will zudem die Kosten für das Laden von Dateien aus dem Internet senken. Auch das Telefonieren selbst soll noch billiger werden. Bis 2013 könnten die derzeit gültigen Maximal-Tarife für aus- und eingehende Gespräche im Ausland von 49 und 24 Cent auf dann noch 34 und zehn Cent sinken, kündigte Reding an. Die Vorschläge der EU-Kommissarin müssen vom EU-Parlament und dem Ministerrat beraten werden. Reding rechnet damit, dass die neue Verordnung noch vor der Europawahl im Juni 2009 in Kraft tritt.

EU-Kommission geht gegen Anbieter von Klingeltönen vor

Laut «Bild»-Zeitung hat die EU-Kommission Anfang Juni 558 einschlägige Internetseiten von Anbietern von Klingeltönen überprüfen lassen. Bei 80 Prozent bestehe nun der Verdacht, dass sie Verbraucherrechte verletzten, weswegen weitere Ermittlungen liefen. In Deutschland seien 30 Internetseiten überprüft und 20 davon beanstandet worden.

Der Zeitung zufolge wurden etwa irreführende Preishinweise oder unklare Abo-Regeln wie Laufzeit und Kosten bemängelt. Die Hälfte der Angebote richtete sich demnach explizit an Kinder und Jugendliche. «Viel zu viele Menschen erleben kostspielige Überraschungen mit mysteriösen Abrechnungen, Gebühren und Klingelton-Abos, von denen sie erst erfahren, wenn sie ihre Handy-Rechnung sehen», zitiert die Zeitung EU-Verbraucherschutz-Kommissarin Meglena Kuneva. «Wir werden jeden dieser Anbieter EU-weit verfolgen.» (AP)