Der Commerzbank-Volkswirt Eckart Tuchtfeld beurteilt die Lage dennoch vorsichtig zuversichtlich: «Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiter in einer guten Verfassung. Aber sie ist schon leicht am bröckeln. Darauf deuten mehrere Frühindikatoren hin», meinte er. Die sich etwas eintrübende Weltkonjunktur und den starken Euro werde der Arbeitsmarkt wahrscheinlich schon in der zweiten Jahreshälfte zu spüren bekommen, schätzt Tuchtfeld. «Wir werden etwas bescheidenere Fortschritte am Arbeitsmarkt haben, aber immer noch Fortschritte», unterstrich er.Von einem langsameren Abbau der Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten geht auch der Dresdner Bank-Volkswirt Gregor Eder aus: «Die kräftige Aufwärtsentwicklung des ersten Quartals wird sich in den kommenden Monaten nicht aufrechterhalten lassen». Ein Grund ist nach seiner Ansicht auch die Entwicklung am Bau. Wegen der milden Witterung sei auf vielen Baustellen in Deutschland den Winter über durchgearbeitet worden. Nun fehlten die Aufträge, die bei normalem Winterverlauf im Frühjahr für Beschäftigung sorgten.