Gegengipfel zur UN-Konferenz:
Bauern gründen gentechnikfreie Regionen
14.05.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Bei «gentechnikfreien Regionen» gehe es um das Selbstbestimmungsrecht der Bauern. Die weltweiten Zusammenschlüsse zeigten auch, dass die Ablehnung der Gentechnik von der Politik nicht ernst genommen werde. «Viele Regierungen versagen ihren Bürgern den Schutz vor einer Technologie, die sie nicht haben wollen, und agieren einseitig im Interesse einer Handvoll Großkonzerne wie Monsanto oder Syngenta.»
In der Schweiz gebe es seit 2005 ein fünfjähriges Moratorium, unter dem keine gentechnisch manipulierten Pflanzen oder Genprodukte importiert werden dürften, sagte die Nationalrätin der Grünen im Schweizer Parlament, Maya Graf. Das Moratorium funktioniere, und es sei bereits eine Verlängerung um drei Jahre auf dem Weg.
Der fünftägige Gegenkongress, zu dem in Bonn Vertreter von rund 100 Entwicklungs- und Umweltorganisationen versammelt sind, setzt sich für eine Landwirtschaft ohne Gentechnik und den Erhalt der Saatgutvielfalt ein. (dpa)

