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Langfristige Werbe-Partnerschaft: 

Google will Yahoo von Microsoft fernhalten

09. Mai 2008 18:57, ergänzt 18:58
Google will Yahoo stärker anbinden
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Nach der geplatzten Übernahme durch Microsoft verhandelt Yahoo mit nun mit dem Suchmaschinen- Marktführer Google. Eine langfristige Partnerschaft soll beiden die Dominanz im Online- Werbemarkt bringen.

Der Internet-Konzern Google setzt auf eine langfristig angelegte Werbe-Partnerschaft mit dem Konkurrenten Yahoo. «Wir haben mit Yahoo gesprochen und sind sehr erfreut, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Wir teilen viele Werte mit ihnen», sagte Google-Mitgründer Sergej Brin vor Journalisten.

Nach einer zweiwöchigen Testphase äußerten sich weder Brin noch Google-Chef Eric Schmidt zum Stand der Verhandlungen. Schmidt betonte aber am Donnerstag, Yahoo unbedingt von Microsoft fernhalten zu wollen.

Der weltgrößte Softwarekonzern hatte vergangenes Wochenende ein zuletzt auf 47,5 Milliarden Dollar erhöhtes Kaufangebot für Yahoo zurückgezogen. Die Parteien hatten sich nicht auf einen Preis einigen können.

Wettbewerbshüter treten auf den Plan

Der Windows-Konzern wollte mit der Übernahme die Dominanz von Google bei Online-Suche und Internet-Werbung attackieren. Als Grund für die Rücknahme des Angebots hatte Microsoft auch die mögliche Kooperation von Yahoo mit dem Rivalen Google genannt.

Eine Vereinbarung mit Google könnte Yahoo laut US-Medien Zusatzeinnahmen von rund einer Milliarde Dollar bringen. Allerdings gefährden Bedenken der Wettbewerbshüter den Deal. In den USA beherrschen die beiden Unternehmen gemeinsam mehr als 80 Prozent des Online-Werbemarktes.

Ärger mit Großaktionären

Nach dem Kaufs durch Microsoft vorerst geplatzt ist, halten sich hartnäckig die Gerüchte über einen neuen Anlauf. Eine Reihe von Yahoo-Großaktionären ist über die Weigerung von Yahoo sehr verärgert. Die Anteilseigner klagten bereits gegen das Unternehmen und fordern Schadensersatz.

Dennoch mehren sich die Anzeichen, dass Microsoft seine Entscheidung nicht kurzfristig ändern wird. Wie das «Wall Street Journal» berichtete, machte der Konzern seine Vorbereitungen für eine Übernahme wieder rückgängig. So seien die von Microsoft als Interessensvertreter im Yahoo-Verwaltungsrat vorgesehenen Personen schriftlich informiert worden, dass die Aufgabe nun hinfällig sei. Das Unternehmen hatte mehrfach gedroht, über das Gremium auch gegen den Widerstand der Yahoo-Spitze eine Übernahme zu erzwingen. (dpa)

 
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