Schwere Vorwürfe an Beton-Hersteller: 

netzeitung.deRadioaktiver Abfall in Bruchbude gelagert

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Gefährlich: Radioaktive Abfälle hinter Billig-Beton (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Gefährlich: Radioaktive Abfälle hinter Billig-Beton
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Betonhersteller. Er soll jahrelang minderwertiges Material verwendet haben - auch für das Zwischenlager eines Atomkraftwerks.

Das Zwischenlager des Atomkraftwerks Neckarwestheim soll mit teilweise minderwertigem Beton errichtet worden sein. Wie die «Süddeutsche Zeitung» an diesem Freitag berichtete, prüft die Stuttgarter Staatsanwaltschaft entsprechende Anschuldigungen ehemaliger Mitarbeiter des Betonherstellers.

Demnach könnten mehrere Großbauten in Baden-Württemberg betroffen sein, darunter auch die Messe Stuttgart und die Firmen-Museen von Mercedes-Benz und Porsche.
Ermittlungen wegen Betruges
Das Unternehmen bestreite die Vorwürfe. Ein Sprecher des Betonherstellers wird mit den Worten zitiert, die Firma «verkauft und vertreibt keinen minderwertigen Beton».

Die Sprecherin der Stuttgarter Staatsanwaltschaft bestätigte hingegen zufolge, dass gegen den Unternehmer «unter anderem wegen des Verdachtes des Betruges» ermittelt werde.

Der Firma werde vorgeworfen, «teilweise Beton geringerer Qualität als vereinbart und abgerechnet geliefert» zu haben. Zudem werde überprüft, ob «Kunden auf der Grundlage fingierter Lieferscheine zu hohe Rechnungen bezahlt» hätten. Im August 2007 habe es hierzu erste Hinweise gegeben. (nz/AP)