Tief «Emma» bringt Unwetter:
Orkanböen in ganz Deutschland
29.02.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Nirgendwo könnten orkanartige Böen oder Orkanböen ausgeschlossen werden. Wer das Haus nicht unbedingt verlassen müsse, sollte zu Haus bleiben, riet der DWD. Bäume könnten entwurzelt werden und Dachziegel herumfliegen. «Der Samstags-Spaziergang im Wald kann nur als lebensgefährliches Abenteurer gewertet werden, von dem unbedingt abzuraten ist», warnte der DWD.
Laut Meteomedia fällt am Samstag besonders am Vormittag vielerorts schauerartig verstärkter, teils auch gewittriger Regen. Die intensivsten Niederschläge sind in der Osthälfte sowie in den Alpen und Mittelgebirgen zu erwarten. Die Schneefallgrenze sinkt von anfangs 1000 bis 1500 Meter teilweise bis auf 500 Meter.
In der zweiten Tageshälfte trocknet es im Nordwesten und Westen vorübergehend ab, mitunter lockern auch die Wolken auf, einzelne Schauer sind aber weiterhin möglich. Der Wind aus West bis Nordwest lässt nachmittags nur im Westen etwas nach. In Schauer- und Gewitternähe könne es allerdings überall zu Orkanböen kommen. Am Abend bestehe an der Nordsee sowie in Hamburg und Bremen die Gefahr einer Sturmflut. Die Temperaturen steigen auf 7 bis 11, im Südwesten bis auf 13 Grad.
In der Nacht zum Sonntag klingen letzte Schauer in der Osthälfte ab. Es lockert aber höchstens vorübergehend auf, denn von Westen her zieht bereits ein neues Regengebiet auf, das sich zum Morgen hin intensiviert. Der Wind lässt nur geringfügig nach, gebietsweise ist es stürmisch. Die Tiefstwerte liegen meist zwischen 4 und 8 Grad.
Am Montag überquert eine Kaltfront Deutschland von Nordwest nach Südost mit schauerartigem Regen und erneut kräftig auffrischendem Wind. Hinter der Front strömen allmählich kältere Luftmassen heran, dabei sinkt die Schneefallgrenze teilweise bis in die Niederungen. Die Tageshöchsttemperaturen werden meist noch am Vormittag erreicht und liegen im Norden zwischen 6 und 11 Grad, im Süden sind noch bis zu 14 Grad möglich. (dpa)

