Rund um Rostock, Neubrandenburg und in Nordvorpommern knickten die Böen Strom- und Telefonmasten um, stellenweise war die Versorgung unterbrochen. Mehrere Menschen wurden von umherfliegenden Gegenständen getroffen und leicht verletzt. Schwerpunkt war dabei der Osten des Landes, wobei der Raum Greifswald besonders schwer getroffen wurde. Allein in der Region stürzten mehr als 150 Bäume um. In Nordwestmecklenburg wehte der Sturm das komplette Dach eines Stalls davon, zudem wurden landesweit zahlreiche Autos beschädigt. Teilweise erreichten die Böen auch die Hauptstadt und lösten auf einem Hallendach der Messe Berlin die Abdeckung. In Schleswig- Holstein meldete die Deutsche Bahn Ausfälle und Verspätungen im Nachtverkehr.
Wie die Behörden in Göteborg und Malmö am Samstag mitteilten, waren knapp 70.000 Haushalte im westlichen und südlichen Schweden ohne Elektrizität. In einigen Bezirken konnte wegen defekter Sendemasten nicht einmal mehr mit dem Handy telefoniert werden. Der Verkehr auf dem Göteborger Flughafen Landvetter musste komplett eingestellt werden. Zahlreiche Fährschiffe für Verbindungen nach Dänemark und Norwegen blieben in den Häfen. Der Bahnverkehr war auch am Samstag noch erheblich gestört. Bis Sonntag wurde eine deutliche Beruhigung des Wetters erwartet. (dpa)