Umgeknickte Strommasten:
Schwerer Sturm in Norddeutschland
23.02.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Die Sturmböen erreichten nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia örtlich Orkanstärke. Auf der Ostseeinsel Hiddensee wurden zeitweise 156 Kilometer pro Stunde gemessen, auf der Insel Greifswalder Oie waren es 152, in Stralsund 144, am Kap Arkona auf Rügen 133 und im Binnenland bis zu 130. Es war nicht der erste Wintersturm in diesem Jahr, aber bislang der schwerste. Bereits Ende Januar tobte ein Sturm mit Spitzengeschwindigkeiten von etwa 110 Kilometern pro Stunde über Norddeutschland.
In Nordwestmecklenburg wehte der Sturm das komplette Dach eines Stalls davon, zudem wurden landesweit zahlreiche Autos beschädigt. Teilweise erreichten die Böen auch die Hauptstadt und lösten auf einem Hallendach der Messe Berlin die Abdeckung. In Schleswig- Holstein meldete die Deutsche Bahn Ausfälle und Verspätungen im Nachtverkehr.
Wie die Behörden in Göteborg und Malmö am Samstag mitteilten, waren knapp 70.000 Haushalte im westlichen und südlichen Schweden ohne Elektrizität. In einigen Bezirken konnte wegen defekter Sendemasten nicht einmal mehr mit dem Handy telefoniert werden. Der Verkehr auf dem Göteborger Flughafen Landvetter musste komplett eingestellt werden. Zahlreiche Fährschiffe für Verbindungen nach Dänemark und Norwegen blieben in den Häfen. Der Bahnverkehr war auch am Samstag noch erheblich gestört. Bis Sonntag wurde eine deutliche Beruhigung des Wetters erwartet. (dpa)

