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Dutzende Tote bei «Super Tuesday»-Tornados

06. Feb 2008 08:16, ergänzt 20:59
Nach dem Sturm: Zerstörter Universitätsschlafsaal
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Mehrere Dutzend Tote, Hunderte von Verletzten und schwere Schäden. Das ist die vorläufige Bilanz einer Serie von Tornados, die am «Super Tuesday» über den Süden der Vereinigten Staaten fegten.

Eine Serie von seltenen Winter-Tornados hat im Südosten der USA fast 50 Menschen das Leben gekostet. Die Wirbelstürme verwüsteten am späten Dienstagabend vier US-Staaten und deckten dabei Häuser ab, entwurzelten Bäume, ließen Strommasten umkippen und brachten ein Einkaufszentrum teilweise zum Einsturz. Hunderte Menschen wurden verletzt. Die Rettungskräfte suchten auch am Mittwoch noch in den am schlimmsten betroffenen Orten nach weiteren Opfern.

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Allein im Bundesstaat Tennessee kamen mindestens 24 Menschen ums Leben, wie die Behörden mitteilten. Arkansas meldete 13 Todesopfer, Kentucky sieben und Alabama vier. Betroffen war auch der Bundesstaat Mississippi. Die Winterstürme waren vermutlich auch der Auslöser für eine Explosion mit nachfolgendem Großbrand in einem Gaswerk in Tennessee.

Rote Kreuze machte Wahllokal zur Notstation

Unter den Toten in Arkansas waren auch ein Ehepaar und seine elfjährige Tochter aus der 3000-Seelen-Gemeinde Atkins, rund 100 Kilometer nordwestlich von Little Rock. Ein Tornado war direkt auf das Wohnhaus der Familie getroffen. «Da war mal ein Haus», hätten Nachbarn und Freund gesagt, so ein Polizeisprecher. Das Rote Kreuz funktionierte ein Wahllokal für den wichtigen Tag der Vorwahlen der Präsidentschaftsbewerber zur Notstation für die Behandlung Verletzter um.

Einkaufszentrum eingestürzt

In Memphis brachten heftige Windböen Teile eines Einkaufszentrums zum Einsturz. In der Nähe suchten mehrere Menschen Schutz unter einer Brücke und wurden von einem Fluss fortgerissen. Sie konnten nach Polizeiangaben aber nahezu unverletzt geborgen werden.

Schäden gab es auch in zwei Wohnheimen der Union University in Jackson. Acht Studenten waren stundenlang unter den Trümmern gefangen und erlitten leichte Verletzungen. Insgesamt mussten 51 Studenten zeitweise ins Krankenhaus gebracht werden, wie Universitätsrektor David Dockery erklärte. In Mississippi deckte der Sturm nach Polizeiangaben Häuser ab, einige Lagerhäuser wurden nahezu völlig zerstört. Es gab Stromausfälle und viele Straßen waren kaum mehr zu befahren.

Brand in einem Gaswerk nördlich von Nashville

Nach dem Brand in dem Gaswerk rund 60 Kilometer nordöstlich von Nashville lagen zunächst keine genauen Opferzahlen vor. Das Feuer breitete sich schnell auf umliegende Wohnhäuser in der ländlichen Gegend aus, Stichflammen schossen bis zu 150 Meter in die Höhe. «Es war wie eine Explosion. Es sah so aus, als würde die ganze Stadt brennen», sagte Ashley Beff, die rund acht Kilometer vom Gaswerk entfernt wohnt. Bis zum Mittwochmorgen örtlicher Zeit hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle gebracht, das Gaswerk wurde jedoch vorerst geschlossen. Die Sturmfront zog am Mittwoch weiter nach Alabama, wo sie an Kraft verlor, aber heftige Regenfälle mit sich brachte.

Die Präsidentschaftsbewerber der Demokraten und Republikaner unterbrachen vielerorts ihre Wahlreden, um ihr Mitgefühl für die Opfer zu bekunden. (AP)

 
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