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Lupe Nach einem Brand geht in Karlsruhe das Licht aus

Ein totaler Stromausfall hat in Karlsruhe zu einem Komplettausfall der Beleuchtung geführt. 100.000 Menschen waren betroffen, die Brandursache ist unklar.

Ein totaler Stromausfall hat Karlsruhe am frühen Mittwochabend ins Dunkel gestürzt. Um 17.36 Uhr löste ein Brand in einem Umspannwerk eine Kettenreaktion aus, die zu einem Stromausfall im gesamten Stadtgebiet führte, wie die Polizei mitteilte. Weit mehr als 100.000 Menschen seien von der Panne betroffen gewesen. Nach etwa eineinhalb Stunden gingen die Lichter überall wieder an.

In allen Wohnungen und auf den Straßen im Stadtgebiet war nach dem Brand die Beleuchtung ausgefallen: Straßenbahnen blieben stehen, Ampeln gingen aus, zahlreiche Menschen steckten in Aufzügen fest und auch viele Handys funktionierten nicht mehr, weil das Netz ausfiel. Es seien zahlreiche Anrufe besorgter Bürger eingegangen, sagte der Polizeisprecher.
Nicht nur dunkel, auch noch kalt
Die Karlsruher hätten sehr besonnen reagiert, lobte der Sprecher. Es sei nach vorläufigem Kenntnisstand kein Mensch zu Schaden gekommen. Anwohner berichteten, in vielen Wohnungen seien Kerzen angezündet worden, vereinzelt gingen Menschen mit Taschenlampen auf die Straße. Zahlreiche Bürger saßen laut Polizei auch im Kalten, da für einige Stunden die von einem Kraftwerk in unmittelbarer Nähe des brennenden Umspannwerks gespeisten Fernwärmeheizungen ausfielen.

Etwa 20 Minuten nach dem Stromausfall gelang es nach Polizeiangaben, erste Teile des Stadtgebiets wieder ans Netz anzuschließen. Nach und nach wurde überall die Versorgung wiederhergestellt. «Es kehrt allmählich wieder Normalität ein», bilanzierte der Polizeisprecher gegen 20.00 Uhr. Die Feuerwehr löschte den Brand in dem Umspannwerk. Dessen Ursache war zunächst unklar, Hinweise auf einen Anschlag oder Sabotage gab es laut Polizei aber nicht. (AP)