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Heftiger Sturm tobt durch Nord-Europa

01. Feb 2008 17:27, ergänzt 29. Feb 2008 18:39
An der Nordsee wurde der Spaziergang zur Mutprobe
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Hagel, Regen und Wind sind über Norddeutschland hinweggezogen. Es kam zu zahlreichen Verkehrsunfällen, in Hamburg wurde der Fischmarkt überflutet. In Bremerhaven trieb ein Schiff durch den Hafen.

Ein Sturmtief über Teilen Europas hat am Freitag schwere Schäden angerichtet. In Norddeutschland wurden bei schlechtem Wetter mehrere Menschen verletzt, laut Polizei kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Vor Großbritannien gerieten zwei Schiffe in Seenot.

Südlich von Bremerhaven überschlug sich ein Auto auf der von Hagel glatten Autobahn A 27. Die drei Insassen wurden leicht verletzt. Bei Stade stürzte ein Baum auf die Eisenbahnstrecke Hamburg-Cuxhaven.

In Nordwest-Niedersachsen blieb es überwiegend bei kleineren Sachschäden. Totalschaden an Fahrzeugen entstand bei fünf Unfällen auf den Autobahnen A 28 und A 29 im Raum Oldenburg. In Braunschweig stürzten Bäume um, in Schleswig-Holstein riss der Sturm Äste ab und kippte Bauzäune auf den Boden.

In Hamburg wurde der Fischmarkt teilweise überflutet. Auf der Weser bei Bremerhaven trieb ein Frachter von seinem Ankerliegeplatz im Sturm in die Fahrrinne und drohte andere Schiffe zu behindern. Erst unter Einsatz eines Polizeibootes konnte die Besatzung alarmiert werden. Weil das Schiff über Seefunk nicht zu erreichen war, musste der Kapitän ein Bußgeld zahlen.

Riesenwelle bringt Fähre in Seenot

Eine Riesenwelle brachte zudem eine Fähre vor der englischen Hafenstadt Blackpool in Seenot. Alle 23 Menschen an Bord konnten von der Küstenwache mit Hubschraubern trotz Windböen mit 100 Stundenkilometern und sieben Meter hohen Wellen gerettet werden. Die auf Grund gelaufene Fähre hatte in der Nacht zum Freitag bis zu 45 Grad Schlagseite. Vor der schottischen Küste lief in dem Orkan ein spanischer Fischdampfer auf Grund. Der starke Sturm behinderte die Bergung der 14 Besatzungsmitglieder.

Frost für die Jecken

Am Karnevalswochenende wird es auch für viele Jecken und Narren im Rheinland ungemütlich: Besonders in der Nacht zum Sonntag sollten Feiernde nicht längere Zeit im Freien verbringen, warnte der Deutsche Wetterdienst. «Es wird mit minus ein bis minus sechs Grad und im Süden mit minus vier bis minus neun Grad knackig kalt», sagte der DWD-Experte Ansgar Engel. Das winterliche Wetter hält aber nicht lange: Zu Beginn der neuen Woche kommen von Westen her wieder mildere atlantische Luftmassen. (AP)

 
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