19.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Aus der Sahara kommt heiße Luft nach Südosteuropa
Foto: Science
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Wer in diesen Tagen nach Südosteuropa in den Urlaub fährt, sei gewarnt: Es wird dort mächtig heiß. Schuld daran ist Saharaluft.
Eine Hitzewelle mit Temperaturen von über 40 Grad wird laut Wetterexperten in den nächsten Tagen auf Südosteuropa zukommen. Grund dafür sei, dass Saharaluft an der Vorderseite eines ausgedehnten Tiefdruckwirbels über den Atlantik nach Süditalien, Griechenland und in Teil des Balkans fließen werde, so der Meteorologe Manfred Spatzierer vom Wetterdienst Meteomedia am heutigen Dienstag.
In dem gesamten betroffenen Raum sei mit Temperaturen von über 35 Grad auszugehen, in Gebieten wie Süditalien, im Inneren Süddalmatiens, Montenegros, Griechenlands und in Mazedonien seien sogar 40 Grad möglich. Die höchsten Temperaturen sagt jedoch das griechische Meteorologische Amt (EMY) voraus: In den Städten Larisa und Lamia im der Mitte des Landes werden die Thermometer am kommenden Wochenende zwischen 42 und 44 Grad anzeigen.
«Mit dem Sonnenbaden nicht übertreiben»Diese Temperaturen werden der Prognose von Meteomedia zufolge bis weit in die nächste Woche hineinreichen. Urlauber warnt Spatzierer besonders: «Wer jetzt zum Urlaub in den Süden aufbricht, soll es mit dem Sonnenbaden nicht übertreiben. Bei diesen Temperaturen besteht besonders für Mitteleuropäer, die solche Temperaturen nicht gewohnt sind, akute Hitzschlaggefahr».
Sicherheitshinweise werden in Athen auch schon diese Woche bekanntgegeben: Aufgrund von Temperaturen von bis zu 36 Grad rief der Zivilschutz des Landes die Bewohner dazu auf, während der Hitzewelle viel Wasser zu trinken, sich so wenig wie möglich im Freien aufzuhalten, keine enge und dunkle Kleidung zu tragen sowie weder alkoholische Getränke noch fettreiche Nahrung zu sich zu nehmen.
Wem im Bereich der Hitzewelle in den kommenden Tagen der Sinn nach vergleichsweise angenehm frischen Temperaturen steht, der wird diese im Seewind auf den Inseln und an den Küstenabschnitten der Region finden. (dpa)