In Großbritannien sind wegen des Orkans mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten ist der Direktor des Internationalen Flughafens von Birmingham. Der 49-Jährige war mit seinem Auto unterwegs, als Äste eines umgestürzten Baumes durch die Frontscheibe in den Wagen schlugen. Auch zwei andere Autofahrer kamen in Mittelengland durch vom Sturm gefällte Bäume ums Leben. Eine etwa 60-jährige Frau wurde von einer einstürzenden Mauer erschlagen. Unweit von Liverpool rammte eine Feuerwehr im Einsatz ein Auto und tötete den Fahrer.26 Seeleute konnten bei einer Rettungsaktion in Sicherheit gebracht werden. Ein Frachter war im Ärmelkanal wegen eines Motorschadens manövrierunfähig geworden.
Wegen des schweren Wellengangs musste im Ärmelkanal der Fährverkehr zeitweilig unterbrochen werden. Auf den britischen Inseln fielen etliche Zugverbindungen aus. Mehr als 130 Flüge von verschiedenen Flughäfen, darunter London-Heathrow, mussten wegen des Sturms abgesagt werden.
In den Niederlanden kamen drei Menschen ums Leben. Auf einer Landstraße in der Nähe von Arnheim war ein vom Sturm umgewehter Baum auf ein Auto gestürzt – zwei Insassen starben, ein Mitfahrer wurde eingeklemmt, konnte aber gerettet werden. In Leersum fuhr ein Motorradfahrer gegen einen umgewehten Baum und kam ums Leben.
Der Schienenverkehr wurde am Abend völlig eingestellt, Tausende Reisende strandeten auf den Bahnhöfen. Straßen verwandelten sich in «Trümmerhaufen», wie ein Sprecher des Verkehrsclubs ANWB sagte. (nz)