18.01.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Orkanböen in Düsseldorf
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Wann ist ein Orkan ein Orkan? Und wie schnell ist eigentlich die Windstärke zwölf? Hintergründe zum Thema Orkan.
Bei einem Sturm mit Windstärke zwölf sprechen Meteorologen von einem Orkan. Er erreicht dabei Windgeschwindigkeiten von mehr als 118,5 Kilometern pro Stunde. Er erreicht mit mindestens 118 Kilometern pro Stunde Windstärke zwölf. Vor schweren Sturmschäden und Verwüstungen wird gewarnt. Aufrechtes Gehen im Freien ist kaum möglich. Ursache für einen Orkan sind große Temperaturgegensätze auf der Erde. In europäischen Breitengraden entsteht ein Orkan nur im Herbst und im Winter.
In diesen Monaten sind auf der Nordhalbkugel die Temperaturschwankungen am größten: Von Grönland strömt eisige Luft nach Süden und trifft auf die warme Luft, die sich über dem Golfstrom gebildet hat und sich in Richtung Norden bewegt. Die kalte Luft schiebt sich unter die warme und drückt sie nach oben. So entstehen gigantische Tiefdruckgebiete und ein Sturm, der sich zu einem Orkan entwickeln kann.
Stärkste Sturm ist OrkanWindstärken werden nach einer vom britischen Admiral Sir Francis Beaufort (1774-1857) entwickelten Skala von null bis zwölf gemessen. Der stärkste Sturm ist danach ein Orkan. Ein Sturm beginnt bei Stärke neun und bläst mit 75 bis 88 Kilometern pro Stunde. Äste brechen, Dachziegel können abgehoben werden. Windstärken zehn und elf bedeuten schweren und orkanartigen Sturm mit Spitzengeschwindigkeiten von 102 beziehungsweise 117 Kilometern pro Stunde.
Vor allem an der Küste werden bei heftigen Böen Bäume entwurzelt und Häuser beschädigt. Während bei Windstärke zwei mit sechs bis elf Kilometern pro Stunde eine leichte Brise im Gesicht zu spüren ist, bewegen sich Zweige erst bei Stärke vier.
Brise hebt StaubDie mäßige Brise mit 20 bis 28 Kilometern pro Stunde hebt Staub und loses Papier von den Wegen. Stark windig ist es dagegen bei Stärke sechs mit bis zu 49 Kilometern pro Stunde. Regenschirme sind nur schwer zu halten. Drahtseile oder Telefonleitungen pfeifen im Wind. Steife bis stürmische Brisen bei Windstärken sieben oder acht erschweren Fußgängern bereits das Gehen. Windgeschwindigkeiten von bis zu 74 Kilometern pro Stunde hält so mancher Zweig nicht mehr stand.
In der Seefahrt entwickelt, gibt die Beaufort-Skala weltweit die Windgeschwindigkeit in Knoten an, also Seemeilen pro Stunde. Mit dem vor über 200 Jahren von Beaufort erdachten System kann die Windstärke anhand der Auswirkungen des Windes auf See, das heißt landunabhängig, geschätzt werden. So werden bei Sturm dichte Schaumstreifen und verwehte Gischt beobachtet. Im Orkan ist das tobende Meer vollständig weiß, eine Fernsicht ist nicht mehr möglich.(nz)