Rekordverdächtige Wärme im Januar
Aktuell sorgt die Wetterlage für einen stetigen Warmluft-Import aus subtropischen Breiten nach Europa: Über dem kalten Grönland bilden sich ständig neue Tiefdruckgebiete, die nach Osten ziehen, sich dabei gegen den Uhrzeigersinn drehen und damit feuchte Atlantik- Luft aus Südwesten heranschaufeln. Auch in den nächsten Tagen folgt ein Tief dem anderen. «Es ist kein Ende in Sicht, die Lage ist eingefahren», sagte DWD-Meteorologe Ansgar Engel.
Dennoch sei nicht ausgeschlossen, dass sich der Winter in den kommenden Wochen mit Schnee und Frost meldet. Dazu müsse ein starkes Hochdruckgebiet über Skandinavien entstehen. Hochs drehen sich stets im Uhrzeigersinn und damit könnte trockene Kaltluft aus Nordosten Deutschland erreichen. Möglich wäre auch die Bildung eines Hochdruckgebiets über dem Atlantik, das im Zusammenspiel mit tiefem Druck über Europa Polarluft einströmen ließe.
Sichere Prognosen für den Sommer 2007 lässt das milde Januar- Wetter aus Sicht der Meteorologen nicht zu. Immerhin gebe es Erfahrungswerte. Die so genannte Dreikönigs-Regel - «Ist Dreikönig (6.1.) kein Winter, folgt auch keiner mehr dahinter» - habe eine Trefferquote von 60 bis 65 Prozent, sagte Engel. (nz)

