Winter schlägt noch einmal zu: Streik abgebrochen, Flüge gestrichen:
Winter meldet sich mit viel Schnee zurück
In Schleswig-Holstein war von Unfällen Dithmarschen am schwersten betroffen, wo Autos zusammenstießen oder in den Graben rutschten. Mehrere Personen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte. Eine Bundesstraße im Kreis Segeberg musste gesperrt werden, nachdem aus einem verunglückten Lastwagen Kraftstoff ausgelaufen war.
Starke Schneefälle haben am Freitag auch auf Autobahnen und Fernstraßen im Süden und Südwesten Deutschlands zu chaotischen Verhältnissen geführt. Im Rhein-Main-Gebiet verwandelte Schnee und Eisregen die Straßen am Freitagmorgen in Rutschbahnen. Bei Fulda starb ein 41 Jahre alter Mann, als er beim Überholen auf eisglatter Straße von der Fahrbahn abkam.
Nahe Schweinfurt in Bayern kam ein 39 Jahre alter Beifahrer ums Leben, als ein mit fünf Personen besetzte Wagen gegen mehrere Bäume schleuderte. Durch einen Unfall in Bad Dürrheim im Schwarzwald starb ein 58 Jahre alter Autofahrer. Hunderte von wetterbedingten Unfällen vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hatten meist nur Blechschäden zur Folge.
Auch der Flugverkehr war behindert, Lufthansa strich alle Deutschlandflüge, die in Frankfurt starten. Luxemburger Flughafen fünf Stunden gesperrt - Flüge gestrichen. Der Luxemburger Flughafen wurde wegen heftiger Schneefälle für knapp fünf Stunden gesperrt worden. Erst am späten Nachmittag wurde der Betrieb allmählich wieder aufgenommen.
Auf den glatten Straßen im Rhein-Main-Gebiet stauten sich während des Berufsverkehrs die Autos vor allem rund um Frankfurt/Main. Die Bundesstraße 253 zwischen Battenberg und Biedenkopf in Mittelhessen war bereits am Donnerstagabend für den Verkehr gesperrt worden. Die Räumfahrzeuge kamen nur schlecht voran.
Der morgendliche Berufsverkehr wurde auch in Baden-Württemberg behindert: In Stuttgart gab es 37 Glätteunfälle mit rund 95.000 Euro Sachschaden. Auch in Konstanz, Radolfzell und Karlsruhe kam es nach Polizeiangaben zu Unfällen.(nz)

