29.06.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Ein Wochenende, das in Unwettern versank
Er wollte einen Zaun reparieren und wurde damit zum Ziel für einen Blitz: Ein Mann in Nordrhein-Westfalen ist eines der Todesopfer des vergangenen Wochenendes. Es brachte heftige Gewitter und zu viel Regen.
Die neue Woche hat in fast allen Teilen Deutschlands hoffnungsfroh begonnen – was das Wetter anbelangt. An die schweren Unwetter vom Wochenende erinnert nicht mehr viel. Sonne lugt durch Wolken hervor, die Temperaturen haben sommerlichen Charakter. Nur ab und zu soll es Schauer geben.
In den zurückliegenden Tagen hatten Starkregen, Blitz und Donner für viele Menschen in Deutschland und Teilen Europas dramatische Folgen. Im nordrhein-westfälischen Bad Driburg starb am Freitag ein Mann, der dabei war, einen Zaun zu reparieren, als ein Gewitter kam. Er wurde vom Blitz getroffen.
Ebenfalls in Nordrhein-Westfalen kamen 13 Besucher eines Römerfestes am Samstag mit Verletzungen davon. Sie hatten den Fehler begangen, unter einem Baum Schutz zu suchen. Der Blitz traf knapp daneben mit voller Wucht auf den Boden auf.
Auch in der britischen Stadt Birmingham wurde ein 16-Jähriger von einem Blitz getroffen und lebensgefährlich verletzt.
ÜberschwemmungenHochwasser war in anderen Teilen Europas der Grund für Todesfälle: In Tschechien ertranken am Wochenende zwei Männer nahe der Stadt Jesenik in einem reißenden Fluss. Die Zahl der Menschen, die wegen der Überschwemmungen gestorben sind, ist damit auf insgesamt 13 angestiegen.
Auch in Bayern und in Niederösterreich ist Hochwasser seit Tagen ein Problem. Nachdem es eine Entspannung der Lage gegeben hatte, kamen am Wochenende neue Überschwemmungen. Nach Angaben des Österreichischen Rundfunks ORF war die Gemeinde Aschbach bei Amstetten am Sonntagmorgen nach zahlreichen Murenabgängen über die Straße nicht mehr zu erreichen. In Wielenbach nahe dem oberbayerischen Weilheim wurde kurzzeitig Katastrophenalarm ausgelöst. Durch Regengüsse wurden viele Straßen und Keller überflutet. Auf nassen Fahrbahnen ereigneten sich zahlreiche Unfälle. (dpa/nz)