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Kälteste Nacht des Winters: 

Deutschland wird schockgefrostet

06. Jan 2009 10:22
Arktischer Anblick: Eiszapfen verschönern die Kälte des Winters
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Sibirische Temperaturen beherrschen das Land: Das Thermometer sank in der Nacht zu Dienstag bis zu 26 Grad unter Null. In Thüringen hat die Eiseskälte bereits das erste Opfer gefordert.

Trockene Polarluft und klarer Himmel haben in Deutschland für eine eisige Nacht gesorgt. Besonders kalt war es in Sachsen und Nordrhein-Westfalen, wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstag mitteilte.

So fiel das Thermometer in Garsebach in der Nähe von Meißen auf minus 25 Grad. In Delitzsch bei Leipzig war es um 6.00 Uhr nach Angaben des Wetterdienstes meteomedia mit minus 26 Grad am kältesten in Deutschland.

Seniorin in Strickjacke erfroren

Die Eiseskälte hat in Thüringen ein Todesopfer gefordert. In Weimar ist bereits am Montagmorgen eine 77 Jahre alte Frau tot gefunden worden. Die Bewohnerin eines Seniorenheims sei in der Nacht bei Minustemperaturen erfroren, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag in Jena. Sie habe an Altersdemenz gelitten und Schwierigkeiten mit der Orientierung gehabt.

Die Seniorin wurde am Vorabend als vermisst gemeldet. Sie habe das Seniorenheim mit dem Hinweis verlassen, nur einen Abendspaziergang zu unternehmen. Dabei hatte sie nur eine Strickjacke getragen. Die Leiche wurde in einer nahe gelegenen Gartenanlage gefunden.

Die Minusgrade laden nicht unbedingt zu einem Spaziergang ein.
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Plustemperaturen gab es in der Nacht nirgendwo in Deutschland, auch nicht an der Küste, wo das vergleichsweise warme Wasser der Nordsee wärmt. So wurden in List auf Sylt und Norderney minus fünf Grad gemessen. Auch in der Nacht zum Mittwoch wird es kalt: Der Wetterdienst erwartet wieder für Sachsen besonders eisige Temperaturen und auch im Süden, weil dort der Himmel aufklart. So könnte es auf der Schwäbischen Alb richtig kalt werden.

Nacht im Flughafen verbracht

Nach den Schneefällen vom Montag hat es auch am Dienstag am Frankfurter Flughafen noch zahlreiche Verspätungen gegeben. Bis zu zwei Stunden verzögerten sich die Ankünfte am Morgen. Dies seien vermutlich die Folgen der Behinderungen und Flugausfälle vom Vortag, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport. Er erwarte, dass sich die Lage im Laufe des Tages normalisiert.

Schneefälle und Eis sorgten auch in Frankreich für erhebliche Behinderungen des Flugverkehrs. Am größten Pariser Flughafen Charles de Gaulle mussten hunderte Passagiere die Nacht zum Dienstag in Hotelzimmern oder auf Bänken in den Terminals verbringen, berichtete der Radiosender France Info am Morgen. Allein die französische Gesellschaft Air France hatte 150 Flüge gestrichen. Wegen der Wetterverhältnisse wurde nach Angaben des Flughafens auch am Dienstag wieder mit Verspätungen gerechnet. (dpa/AP)

 
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