21. Nov 2008 10:45
Seit den frühen Morgenstunden sind Räumdienste im Harz im Einsatz, sie konnten allerdings nicht verhindern, dass einige Lastwagen liegenblieben. Der Wintereinbruch könnte auch in anderen Landesteilen Chaos auslösen.
Auf der Autobahn zwischen Suhl und Meiningen Nord in Thüringen ist ein Lastwagen gegen einen Streuwagen des Winterdienstes geprallt. Bei dem Unfall entstand ein Schaden von 150.000 Euro, die beiden Fahrer kamen mit leichten Verletzungen davon, berichtete die Polizei. Am Freitagmorgen lag in Cuxhaven an der Elbmündung bereits ein Zentimeter Schnee. Auf den Gipfeln der nördlicheren Mittelgebirge waren es um 07 Uhr schon mehr als zehn Zentimeter, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach auf seiner Homepage mitteilte. Auf dem Kahlen Asten im Rothaargebirge in Nordrhein-Westfalen wurden 14 Zentimeter, auf dem Brocken im Harz 13 Zentimeter und auf der Wasserkuppe in der Rhön 12 Zentimeter gemessen. Auch auf dem Fichtelberg in Thüringen lagen schon 14 Zentimeter.
Auf dem Feldberg im Schwarzwald wurde dagegen erst ein Zentimeter registriert. Auf dem Großen Arber im Bayerischen Wald waren es acht Zentimeter. Zugspitze und Wendelstein in den bayerischen Alpen waren mit 36 und 35 Zentimetern Schnee bedeckt. Im Laufe des Tages bis spätestens in die Nacht zum Samstag soll eine Kaltfront ganz Deutschland mit Luft arktischen Ursprungs überziehen und die Niederschläge bis in die Niederungen in Schnee übergehen lassen.
Meteorologen hatten schon länger vor einem Wintereinbruch am Freitag gewarnt. Demnach fällt westlich der Elbe teils kräftiger Regen, östlich davon gehen bei Auflockerungen vereinzelt Schneeschauer nieder. Entlang dieser Linie werden Wintergewitter vorhergesagt. Die Schneefallgrenze sinkt von 500 bis 1000 Meter am Abend bis ins Flachland. Der Wind weht teils stürmisch aus West bis Nord, die Temperaturen steigen auf drei bis acht, am Oberrhein bis zehn Grad, teilte der Wetterdienst meteomedia mit. Am Samstag erwarten die Meteorologen teils kräftige Schnee- und Graupelschauer. Tagsüber werden die Schauer im Norden seltener und am Nachmittag zeigt sich hier zeitweise die Sonne. Es weht ein starker, gebietsweise stürmischer Nordwestwind. Die Höchstwerte liegen zwischen minus zwei Grad im Alpenvorland und plus fünf Grad an Rhein und Nordsee.
Der Sonntag bringt vormittags im Osten noch einige Auflockerungen, doch trübt es sich von Westen her bald aber überall ein und es beginnt zu schneien. In den Niederungen vom Rhein bis zur Nordsee geht der Schnee zunehmend in Regen über. Bei minus eins bis plus vier Grad weht ein kräftiger Südwestwind. (nz/dpa/AP)