20. Nov 2008 16:10
Auch im Flachland kann es schon am Freitag weiß werden. Es bleibt nicht beim Schnee allein. Gewitter, Regen und Sturm begleiten den Wintereinbruch.
Der Winter bricht mit Macht über Deutschland herein. Die Schneefallgrenze sinkt schon am Freitag bis in die Niederungen, und auch am Wochenende soll es schneien. Dazu kommen Gewitter, Regen und Sturm. Die Temperaturen bleiben zumeist unter zehn Grad, nachts muss auch mit Frost gerechnet werden. «Eine winterliche Wetterphase mit reichlich Neuschnee für die Skigebiete in den Alpen stellt sich ein», sagte Meteorologe Martin Puchegger vom Wetterdienst meteomedia am Donnerstag.
Wetterbestimmend ist arktische Kaltluft, die aus polaren Regionen über Grönland auf direktem Weg nach Deutschland strömt. Dazu kommen ein markantes Tief über Skandinavien und ein kräftiges Hoch über dem östlichen Nordatlantik, die eine feuchte Nordwestströmung bringen. Am Freitag regnet es in weiten Teilen Deutschlands, besonders stark fallen die Niederschläge im südlichen Mittelgebirge und im Alpenvorland aus. Von der Nordsee über die Altmark bis zur Lausitz muss mit intensiven Graupelschauern, Wintergewittern mit Sturmböen und Schnee bis in tiefe Lagen gerechnet werden. Östlich dieser Region gehen nur vereinzelt Schneeschauer nieder, und es zeigt sich nachmittags sogar zeitweise die Sonne.
Im übrigen Deutschland liegt die Schneefallgrenze am Freitag zunächst noch zwischen 500 und 1000 Metern. Bis zum Abend kann es aber fast überall auch im Flachland weiß werden. Dazu weht ein lebhafter bis stürmischer Wind. Die Temperaturen erreichen nur noch maximal drei Grad an der Ostsee und bis zehn Grad am Oberrhein.
In der Nacht zum Samstag schneit es im Alpenvorland und in den Alpen länger anhaltend und kräftig. Im übrigen Land gibt es teils auch kräftige Schneeschauer. Östlich der Elbe bleibt es dagegen meist trocken. Der Wind ist kräftig bis stürmisch, die Temperaturen sinken auf minus vier Grad im Osten. Im Westen erreichen sie vielerorts den Gefrierpunkt noch nicht. (dpa)