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Arktisches Tief in Sicht: 

Stürmisch rieselt der Schnee

19. Nov 2008 15:53
So könnte es am Wochenende in vielen Teilen Deutschlands aussehen
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Deutschland steht ein stürmisches Wochenende mit einem blitzartigen Wintereinbruch bevor. Meteorologen erinnen sogar an den Orkan Kyrill aus dem Jahr 2007.

Einen massiven Wintereinbruch «mit Pauken und Trompeten» sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) für den kommenden Freitag voraus. «Das könnte das spektakulärste Wetterereignis seit dem Orkan Kyrill im Januar 2007 werden», sagte Meteorologe Andreas Friedrich am Mittwoch in Offenbach. Eine Kaltfront mit arktischer Luft zieht von Norden nach Süden über Deutschland und bringt Schnee, Sturm, Graupel und Gewitter. Die Temperaturen stürzen von zweistelligen Werten innerhalb kurzer Zeit auf den Gefrierpunkt.

Gegen Mittag soll die Kaltfront die Mittelgebirge erreichen. «Am Nachmittag geht dann in den Mittelgebirgen so richtig die Post ab», prognostizierte Friedrich. «Innerhalb einer Stunde können sich dann hier das Wetter und die Straßenverhältnisse dramatisch ändern.» Bis zum Abend seien zehn bis 15 Zentimeter Neuschnee zu erwarten. Wer es einrichten könne, solle Autofahrten in den Mittelgebirgen unbedingt vermeiden, riet Friedrich. Am Abend treffen die Schneefälle dann auch den Süden, am Nordrand der Alpen kann bis zum Samstagmorgen ein halber Meter Neuschnee fallen.

Grund für den heftigen Wintereinbruch ist ein Tiefdruckgebiet, das von der Nordsee nach Tschechien zieht und den Weg für polare Kaltluft frei macht. Auf direktem Weg und sehr schnell strömen diese Luftmassen dann von Nord nach Süd über Deutschland. «Auch am Wochenende bleibt es im gesamten Bundesgebiet winterlich», sagte Fabienne Muriset vom Wetterdienst Meteomedia am Mittwoch voraus.

Laut Meteomedia ist es am Donnerstag zwar trüb, aber noch relativ mild bei Temperaturen von sechs bis elf Grad. Im Süden zeigt sich gelegentlich die Sonne, und es bleibt trocken. Im Norden ist es dagegen schon morgens dicht bewölkt und regnerisch. Der Regen kommt am Nachmittag weiter nach Süden voran, am Abend erreicht er etwa eine Linie vom Nordschwarzwald bis nach Franken. Im Flachland des Nordens zeigen sich am Nachmittag kurze Aufhellungen, dazwischen gibt es aber auch immer wieder kräftige Schauer, örtlich auch Blitz und Donner sowie Graupel. Der Wind frischt überall kräftig auf, im Norden weht er stark bis stürmisch.

Nach dem Wetterumschwung am Freitag fallen auch am Samstag noch kräftige Schneeschauer. Bei nach wie vor kräftigem Nordwestwind muss man vor allem in höheren Lagen mit Schneeverwehungen rechnen. Etwas freundlicher ist es in einem Streifen von Schleswig-Holstein bis zum Erzgebirge: Dort scheint oft die Sonne und es bleibt über weite Strecken trocken. Die Temperaturen kommen über minus zwei bis plus vier Grad nicht mehr hinaus. (dpa)

 
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