01. Okt 2008 16:57
Erster Schnee in den Hochlagen der Mittelgebirge, fast überall sonst schauerliches Wetter: Der Herbst zeigt sich in der zweiten Wochenhälfte von der ungemütlichen Seite.
Das Sturmtief «Quinta» verliert nur langsam an Einfluss in Deutschland. Bis zum Wochenende bleibt es regnerisch und sehr windig mit Böen der Stärke zehn. Nach einem Anstieg der Temperaturen am Donnerstag wird es am Tag der Deutschen Einheit dann wieder merklich kühler. «Mit den tiefsten Temperaturen wird voraussichtlich der Samstag aufwarten, die Schneefallgrenze sinkt deutlich unter 1000 Meter», sagte Gustav Puhr vom Wetterdienst meteomedia am Mittwoch. Auch in den Gipfellagen der Mittelgebirge werde es schneien. Anfang kommender Woche wird es dann wieder milder. Der Donnerstag bringt dem Norden dichte Wolken und teils kräftige Schauer sowie ein paar Gewitter. Im Tagesverlauf bilden sich auch im Westen, Südwesten und Mittelgebirgsraum einige Schauer. In Alpennähe regnet es zeitweise, oberhalb von 1700 Metern schneit es. Weitgehend trocken mit längeren sonnigen Phasen bleibt es von der Oder und Neiße bis nach Südniedersachsen und ins Thüringer Becken sowie in Teilen Bayerns. Der südwestliche Wind weht zunächst oft noch frisch, im Norden auch stark mit Sturmböen. Zum Abend hin lässt er allmählich nach. Die Temperaturen erreichen maximal 10 bis 15 Grad, in den freundlicheren Regionen Bayerns, Richtung Lausitz und am Oberrhein eventuell 16 oder 17 Grad. Kühler bleibt es hingegen in vielen Mittelgebirgsregionen.
In der Nacht zum Freitag muss man vor allem im Norden und Süden mit Schauern, am Alpenrand auch mit teils anhaltendem Regen rechnen. Die Schneefallgrenze sinkt bis auf 1200 Meter. Die Temperaturen gehen auf 8 bis 3 Grad zurück, an windgeschützten Stellen kann es zu leichtem Bodenfrost kommen.
Am Freitag gehen an der See und im Westen weiterhin Schauer und einzelne Gewitter nieder. Auch zwischen Schwarzwald, Erzgebirge und Bayerischem Wald regnet es besonders am Vormittag häufig, am Alpenrand zum Teil auch länger anhaltend. Schnee fällt allmählich bis auf 1000 Meter. Ansonsten überwiegen meist die trockenen Abschnitte, zumindest zwischendurch kommt auch die Sonne zum Vorschein. Der Wind schwächt sich im Vergleich zum Vortag zwar deutlich ab, speziell im Norden bleibt er aber recht kräftig. Die Höchstwerte liegen meist bei 8 bis 13 Grad.
Auch am Samstag ziehen verbreitet Schauer durch. Die Schneefallgrenze liegt bei 600 bis 1000 Meter, somit kann es in den Gipfellagen der meisten Mittelgebirge etwas schneien. Es bleibt sehr kühl, die Temperaturen steigen nicht über 7 bis 13 Grad. (dpa)