netzeitung.deKarikaturist Chlodwig Poth gestorben

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Chlodwig Poth (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Chlodwig Poth
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Er gehörte zur «Neuen Frankfurter Schule» und war Mitbegründer der Satirezeitschriften «Pardon» und «Titanic». Nun ist Chlodwig Poth gestorben.

Der Karikaturist und Satiriker Chlodwig Poth ist tot. Er starb am Donnerstagmorgen an Krebs, wie das «Caricatura»-Museum in Frankfurt mitteilte.

Poth war 74 Jahre alt und starb einen Tag nach seinem Karikaturisten-Kollegen Bernd Pfarr. Beide gehörten zu den Gründern des Satiremagazins «Titanic».

Zuvor hatte Poth bei der Satire-Zeitschrift «Pardon» gearbeitet, die er 1962 mit Robert Gernhardt, F. K. Wächter, W. F. Bernstein und Eckhard Henscheid gegründet hatte. Zusammen bildeten sie die «Neue Frankfurter Schule».

Progressiver Alltag und Sossenheim
Bekannt wurde Poth vor allem mit seiner Serie «Mein progressiver Alltag», die 1975 als Buch erschien. Darin ging es um die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit im Leben der Achtundsechziger.

In der Titanic war seine Kolumne «Last Exit Sossenheim» ein großer Erfolg.

2003 bekam Poth die Frankfurter Goethe-Plakette. Frankfurts Kulturdezernent Hans-Bernhard Nordhoff sagte, Poths Tod sei ein großer Verlust für die Kulturstadt Frankfurt, «in der er einer der kreativsten, aber auch kritischsten Köpfe war». (nz)