29. Jun 2003 15:31
Der Ingeborg-Bachmann-Preis geht in diesem Jahr an eine Berlinerin. Die Auszeichnung ist mit über 20.000 Euro dotiert.
Die in Berlin lebende Autorin Inka Parei hat den Ingeborg-Bachmann-Preis erhalten. Die 1967 in Frankfurt am Main geborene Schriftstellerin erhielt die mit 22.500 Euro dotierte Auszeichnung am Sonntag im österreichischen Klagenfurt. Parei wurde für ihren Text - einen Romananfang noch ohne Titel ausgezeichnet. In dieser Arbeit schildert die Autorin die Geschichte eines alten Mannes. Der Text war von der Jury beim Vortrag am Samstag begeistert aufgenommen worden. Die Entscheidung am Sonntag fiel mit einer klaren Mehrheit für die Berliner Schriftstellerin.
Der renommierte Bachmann-Preis wurde von der Stadt Klagenfurt gestiftet und im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur verliehen. Juryvorsitzende ist die Literaturkritikerin Iris Radisch. Am Wettbewerb beteiligten sich in diesem Jahr 18 Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie stellten in einem dreitägigen Lesemarathon Ausschnitte aus bisher nicht publizierten Arbeiten vor. Die Autoren wurden von den Mitgliedern der Jury ausgesucht.
Neben der Bachmann-Auszeichnung wurden noch weitere Preise verliehen: Der 3sat-Preis (7500 Euro) ging an den in Hamburg lebenden Autor Farhad Showghi. Den mit 10.000 Euro dotierten Preis der Jury erhielt Feridun Zaimoglu (Kiel). Den mit 5000 Euro ausgestatteten Ernst-Willner-Preis, der von verschiedenen Verlagen gestiftet wird, bekam nach mehrfachen Stichwahlen Ulla Lenze aus Köln. (nz)