netzeitung.deBund will Entwicklungshilfe erhöhen

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Die Bundesregierung plant eine Aufstockung der Entwicklungshilfe. SPD und Grüne wollen die Erhöhung im Koalitionsvertrag festlegen.

Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) wünscht eine Erhöhung der Entwicklungshilfe. Sie solle auf 0,33 Prozent des Bruttoinlandprodukts steigen, so die Minsterin. Entsprechendes wollen SPD und Grüne im Koalitionsvertrag festlegen und bis 2006 umsetzen. Dies gab Wieczorek-Zeul vor Beginn der weiteren Koalitionsverhandlungen bekannt.
Bisher gibt Deutschland 0,27 Prozent des Bruttoinlandprodukts für Entwicklungshilfe aus. Im Aktionsplan des Johannesburger Weltgipfels und zuvor auch schon im Protokoll von Rio wurde eine Erhöhung auf 0,7 Prozent beschlossen. Die Vorgabe ist jedoch nicht verbindlich und wird erst zum Jahr 2015 angestrebt.

Im Zentrum der Entwicklungspolitik müssten nach Auffassung der Grünen in den kommenden vier Jahren die Konfliktprävention und eine gerechte Gestaltung der Globalisierung stehen. Das sagte die Parteivorsitzende der Grünen, Claudia Roth.

Kirchliche Hilfsorganisationen übergaben 50.000 Postkarten
Nach Ansicht des Geschäftsführers der kirchlichen Hilfsorganisation «Brot für die Welt», Joachim Lindau, sollten die Bekämpfung von Aids und der Zugang zu sauberem Trinkwasser im Mittelpunkt der nächsten Jahre stehen. Jürgen Hambrink vom Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) sieht die Förderung der Zivilgesellschaft in den Entwicklungsländern als entscheidend an.

Die großen kirchlichen Entwicklungsorganisationen überreichten Wieczorek-Zeul 50.000 Postkarten mit Forderungen nach einer Stärkung der Entwicklungshilfe.