netzeitung.deIm Urlaub Dieben ein bewohntes Haus vorspielen

 Herausgeber: netzeitung.de

Das Risiko von Einbrüchen lässt sich verringern (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Das Risiko von Einbrüchen lässt sich verringern
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Mit einfachen Maßnahmen lassen sich leerstehende Häuser und Wohnungen in der Urlaubszeit schützen. Es geht dabei vor allem um Licht, Rolläden und Briefkästen.

Von Carina Frey

Der schönste Urlaub wird verdorben, wenn Einbrecher in der Zeit der Abwesenheit die Wohnung leer räumen oder das Haus mit Wasser voll läuft. Das Risiko für solch unangenehme Überraschungen lässt sich jedoch durch einfache Sicherheitsvorkehrungen verringern. So sollten Urlauber alle Zeichen längerer Abwesenheit vermeiden und mögliche Gefahrenquellen ausschalten.

Rollläden sollten nicht dauerhaft geschlossen sein. «Organisieren Sie, dass die Rollläden hoch- und runtergezogen werden», rät Walter Schönbauer vom Landeskriminalamt Hessen. Diese Aufgabe könnten Nachbarn übernehmen. Bei elektrischen Rollläden biete sich eine Zeitschaltuhr an. Licht in der Wohnung simuliert ebenfalls Anwesenheit, genauso wie ein laufendes Radio. Auch hier ist eine Zeitschaltuhr hilfreich.

Lagerservice bei Postämtern
Damit der Briefkasten nicht überquillt, bieten die Postämter einen Lagerservice an. Wurde vor dem Urlaub vergessen, die Post abzubestellen, und ist der Briefkasten verstopft, gehen die Briefe zurück ans Postamt, erläutert Uwe Bensien, Sprecher bei der Deutschen Post in Bonn. Dort lagern sie sieben Tage, bis sie an den Absender zurückgeschickt werden.

Gleiches gilt für Pakete. Werden sie nicht nach sieben Tagen abgeholt, schickt die Post sie zurück. Da manche Päckchen unerwartet kommen, ist es ratsam, vor dem Urlaub einen Nachbarn zu bitten, eventuell eintreffende Sendungen entgegenzunehmen. Auch wenn die Briefe im Postamt aufbewahrt werden, sollten Nachbarn den Briefkasten ab und zu leeren. Denn auch Werbesendungen können den Briefkasten verstopfen.

Keinesfalls sollten die Bewohner auf dem Anrufbeantworter eine Nachricht über die Dauer ihre Abwesenheit hinterlassen, warnt Polizist Schönbauer. «Sagen Sie höchstens, dass Sie zur Zeit nicht erreichbar sind.»

Elektrogeräte sollten ausgeschaltet werden
Um das Risiko für Schäden am Haus zu verringern, ist es ratsam, den Haupthahn für Wasser und - falls vorhanden - den Gashahn zu schließen. «Auf den Leitungen ist sonst ständig Druck, das können Sie in Ihrer Abwesenheit nicht kontrollieren», warnt Susanne Woelk von der Aktion Das sichere Haus in Hamburg. Den Strom abzustellen, sei hingegen nicht notwendig.

Bei Elektrogeräten wie der Kaffeemaschine oder dem Wasserkocher sollte jedoch der Stromstecker gezogen werden. «In der Vergangenheit zeigte sich, dass diese Geräte anfangen können zu schmoren und dann die Gefahr eines Wohnungsbrandes besteht.» Ausschalten allein reiche nicht.

Haushüter bieten «Rundum-Schutz»
Urlauber, die sicher gehen möchten, dass ihr Heim nicht verwaist, können eine Haushüter-Agentur beauftragen. Die so genannten Haushüter ziehen während der Abwesenheit in das leer stehende Haus oder die Wohnung ein. Sie übernehmen kleinere Arbeiten wie das Gießen der Blumen oder das Leeren des Briefkastens, gehen aber auch mit dem zu Hause gelassenen Hund Gassi oder beantworten Telefonanrufe.

«Die erledigen alle Aufgaben, die vorher abgesprochen wurden», erläutert Günter Kratz vom Verband der Deutschen Haushüter-Agenturen (VDHA) in Münster. (dpa)