South Bronx nach Neukölln: 

netzeitung.deWie mündige Bürger die South Bronx retteten

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Mitglieder der Nachbarschaftsinitiative Banana Kelly (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Mitglieder der Nachbarschaftsinitiative Banana Kelly
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die New Yorker South Bronx gilt als Inbegriff städtischen Elends. Die Netzeitung sprach mit dem ehemaligen Planungschef über die Renaissance der Bronx und die Probleme Berlin Neuköllns.

Bernd Zimmermann war von 1987 bis 2003 Planungschef der Bronx, des ärmsten New Yorker Bezirks mit 1,3 Millionen Einwohnern. Vorher war er bereits in der Stadtentwicklungsbehörde von New York City für die Bronx zuständig. In seiner Amtszeit erlebte die – in Teilen schon verloren gegebene – Bronx eine beispiellose Renaissance. Die Kriminalität sank um über 70 Prozent, die Zahl der High-School-Absolventen stieg. 66.000 Wohnungen wurden gebaut, 20.000 Arbeitsplätze geschaffen.

Dieses größte und sozial erfolgreichste Stadterneuerungsprogramm der USA wurde 1997 mit dem «All America City and Community Award» ausgezeichnet.

Zimmermann ist gebürtiger Königsberger. Er studierte Soziologie, Stadtplanung und politische Wissenschaft in Berlin, Paris und New York. Er ist jetzt freiberuflicher Berater für Stadtentwicklung, lebt in New York City und neuerdings auch Berlin.


Netzeitung: In der Berichterstattung über die Probleme an der Rütli-Hauptschule in Neukölln wurde wieder das Schreckensbild der South Bronx strapaziert. Stimmt dieses Klischee vom schlimmsten Slum der westlichen Welt?

Bernd Zimmermann: Nein, überhaupt nicht! Das erstaunt mich auch ein bisschen. Die South Bronx ist ein ganz normales Wohnviertel geworden. Die Kriminalität ist drastisch gesunken. Noch stärker als in New York City im Ganzen. Die Zivilkultur ist wieder hergestellt. Die Bürger beteiligen sich an der Schulorganisation, gehen wählen. Die Arbeitslosigkeit ist deutlich unter derjenigen in Berlin. Die Zahl der Wohneigentümer ist um 200 Prozent gestiegen.

Netzeitung: Wie beurteilen Sie die Medienaufmerksamkeit von innerstädtischen Problemlagen wie in Neukölln?

Zimmermann: Ich sehe die Medien da auch in der Verantwortung. Es hilft nicht, nur die schnell angelegte Sensationsmeldung daraus zu machen. Das schadet nur den betroffenen Vierteln. Die Medien sollten sich in der Verantwortung sehen, dann, wenn sich die erste Aufregung gelegt hat, nach Lösungen zu suchen.

Netzeitung: In den Siebziger und frühen Achtziger Jahren traf das Klischee vom gefährlichen Viertel für die South Bronx aber zu?

Zimmermann: Es war schlimm. Der Zusammenbruch der Zivilkultur betraf nicht nur die Bewohner. Und das waren nur noch die, die nicht flüchten konnten. Die Geschäftsinhaber und Hausbesitzer ließen Brände legen, um die Versicherungssumme zu kassieren. Tausende Gebäude, ganze Blocks brannten ab. Überall gab es offenen Drogenhandel, Vandalismus und Gewaltkriminalität. Und die Stadtverwaltung war korrupt. Bis in die Spitze. Fast alle hatten das Viertel aufgegeben.

Netzeitung: Inzwischen gibt es sogar geführte Ganz-Tages-Radtouren für deutsche Touristen durch die South Bronx. Können sie die Teilnahme empfehlen?

Zimmermann: Ja, absolut! Wir haben hier einen Grünstreifen durch die ganze Bronx angelegt. Und selber zum Rad fahren animiert mit der jährlich veranstalteten «Tour de Bronx».

Netzeitung: Was leitete die Wende ein?

Zimmermann: Zuerst einmal, dass der neue Bezirkspräsident Ferrer die Korruption bekämpfte. Sein Vorgänger war im Gefängnis gelandet. Ferrer setzte ethische Prinzipien in der Verwaltung durch. Das stärkte das Vertrauen der Bürger in die Verwaltung. Und dazu kamen Selbsthilfeorganisationen der Bürger, die sich wehrten.

Netzeitung: Wogegen wehrten sie sich? Und wie wurde dadurch ein ganzer Stadtteil gerettet?

Zimmermann: Einige von denen, die nicht die Mittel hatten, um zu fliehen, setzten sich zusammen. Sie dachten: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand und müssen etwas unternehmen. Schlechter als die, die uns bisher beherrscht haben, können wir es auch nicht machen. Sie organisierten sich. Erst, um die Brände zu löschen und ihre Mietshäuser zu verteidigen, die die Besitzer nieder brennen wollten. Überall grassierte der Drogenhandel. Und dann wurden sie auch noch am Arbeitsplatz diskriminiert, weil sie aus der South Bronx kamen.

Daraus wurde eine Bewegung. Man schützte nicht mehr nur sein Haus, sondern den ganzen Block. Banana Kelly, Mid Bronx Desperados und Nos quedamos waren die bedeutendsten Initiativen. Ursprünglich gab es Einzelgänger, Latinos und Schwarze, die sich nur wehrten und ihr Leben verteidigen mussten. Doch dann wurden sie zu «Natural Leaders» ihrer Nachbarschaften und Viertel.

Darauf wurden liberale Bürgerrechtsorganisationen aufmerksam. Sie merkten, dass sich da eine neue Zivilgesellschaft bildet. Das haben sie mit so genanntem «capacity building» unterstützt. Sie haben die Natural Leaders so gefördert und geschult, dass diese wirklich als Führungspersönlichkeiten ihrer Nachbarschaft geeignet waren. Sie haben ihnen Geld zur Verfügung gestellt, um die Wohnhäuser zu renovieren. Haben sie geschult, wie man die Häuser wieder auf Vordermann kriegt. Wie man sie dann verwaltet. Wie man einen Vertrag eingeht mit einer Baufirma, um neue Häuser zu bauen.

Man überlegte, wie man die Bewohner zu Wohneigentümern machen könnte. Das wichtigste aber war, die Bewohner zu «empowern». Sie zu ermächtigen. Nicht, wie es oft in der Stadtplanung ist, von oben nach unten zu planen.

Netzeitung: War der springende Punkt, die Betroffenen zu Eigentümern zu machen und Verantwortung zu übertragen?

Zimmermann: Ganz genau. Dazu gehörte aber erst einmal die andere Seite, die Bezirksverwaltung. Ferrer hatte begriffen, dass er einen anderen Politikstil brauchte, um diese Selbsthilfegruppen zu unterstützen. Dass, wenn er sie bevormundet, er die Kräfte der Basis untergräbt. Politiker haben immer die Tendenz, die Bürger zu bevormunden: «Probleme zu definieren», den Leuten also zu erklären, welche Probleme sie haben. Und diese dann von oben nach unten zu lösen.

Aber in einem Fall, wo die Zivilgesellschaft zusammen gebrochen ist, kann man sie nur von unten nach oben wieder aufbauen. Man muss den Leuten helfen, die Probleme zu erkennen und sie dabei unterstützen, Lösungen selber zu finden. Die Betroffenen müssen quasi das Problem und die Lösung selber «besitzen». Es geht nicht nur darum, ihnen zu materiellem Besitz, wie etwa Immobilien zu verhelfen.

Die größte Hilfe der Politik war es daher, das eigene Versagen einzugestehen, Geld zu geben und sich zurück zu halten. Politiker besonders in Problemgebieten dürfen keine Angst vor mündigen Bürgern haben. Die Bürger der Bronx haben es Ferrer mit 78 Prozent der Stimmen bei seiner Wiederwahl gedankt. Die Politik kann höchstens etwas steuern, rudern müssen die Betroffenen sowieso selber.

Netzeitung: Können Sie am Einzelbeispiel die erfolgreiche Stadterneuerung erklären?

Zimmermann: Ja, zum Beispiel am Fall Melrose Commons. Das war mein Lieblings-Projekt. Ein Teil der South Bronx, aus dem bereits 20.000 von einstmals 26.000 Bewohnern geflüchtet waren. Ich wollte genau da ein neues Zentrum der Bronx aufbauen. Weil ich glaube, dass eine Kommune ein erreichbares Zentrum braucht.

Wir hatten schon einen Plan. Da hat sich aber die Anwohner-Initiative Nos Quedamos gewehrt. Sie wollten das Zentrum, aber nicht unseres. Wir haben dann unseren Plan wieder verworfen, und die Anwohner haben mit unserer Hilfe selbst das Bronx Center entscheidend mitgeplant. Die Sprecherin bekam ein eigenes Büro in der Borough Hall. Wenn man der Gemeinde das Recht gibt, sich selber zu verwalten, hat man als Politiker den größten Erfolg. Heute wohnen fast wieder so viele Bewohner dort wie vor dem Zusammenbruch. Für die Eigentumswohnungen dort müssen Sie inzwischen 500.000 Dollar zahlen.

Netzeitung: Hat nicht auch die knallharte «Zero Tolerance»-Politik des politischen Gegners Giuliani zum Erfolg beigetragen?

Zimmermann: Neue Polizeikonzepte sicher. Aber Giuliani kam erst später. Auch das ging von den Anwohnern aus, es ging aus den «Take back-the streets»-Initiativen hervor. Sie haben etwa Drogenhändler aus ihrer Nachbarschaft sofort bei der Polizei angezeigt. Sie haben mit der Polizei zusammen gearbeitet.

Netzeitung: Sie sind Stadtplaner. Was kann Stadtplanung an sozialem Elend ändern und wo liegen die Grenzen des Einflusses?

Zimmermann: Stadtplanung darf nicht als physischer Aufbau gesehen werden. Das ist falsch. Was wir brauchen, ist Stadtentwicklung, also auch Entwicklung der Menschen. Eine Stadt ist nur so gut, wie die Menschen, die in ihr leben. Auch Menschen in hässlichen Quartieren können, wenn sie als Familie und Nachbarschaft funktionieren, gut leben und die nötige Ausbildung haben.

Die Stadtplanung kann nur ein sicheres Wohnumfeld bieten, Grünflächen zur Erholung. Sie hat nur eine beitragende Funktion, um die Entwicklung des Menschen zu fördern.

Netzeitung: Die Bronx ist ein sehr heterogen zusammengesetztes Einwanderungsviertel. Keine Ethnie dominiert. Aber Einwanderer werden sofort als Bewohner akzeptiert. Ist das nicht ein großer Unterschied zu Deutschland, das sich schwer tut als Einwanderungsland?

Zimmermann: Das ist ein Problem für ganz Europa: Es ist lange kein Einwanderungsziel gewesen. Es fehlt die Erfahrung, dass Menschen anderer Religion und Kultur Mitbürger werden. Durch die mangelnde Erfahrung haben sich dann in Deutschland zwei Kulturen nebeneinander entwickelt. Die Einwanderer wurden nicht gefordert, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Inzwischen haben sich Parallelstrukturen entwickelt, die Kalk angesetzt haben.

Netzeitung: Braucht man also verbindende gemeinsame Werte?

Zimmermann: Hier in der Bronx war das nie die Frage. Dadurch, dass hier keine Ethnie dominiert, hat sich das die Balance gehalten. Hier wurden nie «amerikanische Werte» diskutiert. Niemand musste sich einer anderen Wertvorstellung unterordnen. Aber ich sehe die Gefahr, wenn die spanischsprachigen Bewohner in der Mehrzahl sind. Dann kann das Land auseinander brechen.

Netzeitung: Schaffen etwa christliche Werte als gesellschaftlicher Kitt Sinn in einer globalisierten Welt?

Zimmermann: Religion ist individuell empfundene Spiritualität. Mehr nicht. Sie sollte keinerlei Einfluss auf Politik und Gesetzgebung haben.

Netzeitung: Was kann Neukölln von der Bronx-Erfahrung lernen?

Zimmermann: Ich möchte mich da nicht konkret einmischen. Wenn ich das jetzt von außen vorschreiben würde, wäre es auch wieder das klassische Top-Down-Prinzip der Beratung. Nein, das muss von den Bewohnern selber ausgehen. Es ist klar, dass es auch hier um «Empowerment» gehen muss: Die Bewohner dazu zu bringen, selber Verantwortung zu übernehmen.

Vielleicht könnte man aber aus unserer Erfahrung lernen, nach den Machern in der Nachbarschaft zu suchen. Soziologen müssten die Sozialstruktur des Viertels erforschen. Nach Netzwerken suchen, die diese Wohnviertel von unten aufbauen können. Nach den einflussreichen Personen und Gruppen, die guten Willens sind. Die verstehen, dass man auch als Türke in Deutschland sich der veränderten Wirtschaft mit ihrer Dynamik anpassen muss. Die sich fragen: Sind unsere Organisationen, Moscheen oder Kulturvereine, adäquat dafür, die nächste Generation gut auf die Teilhabe an dieser Gesellschaft vorzubereiten?

Wenn man diese Natural Leader gefunden hat und die Institutionen der Bewohner, die an einer Verbesserung der Lebensumstände interessiert sind, muss man sich mit ihnen zusammen setzen und nach Lösungen suchen. Man muss schauen, wie man sie unterstützen kann. Die Lösung wird von eher von diesen Personen aus gehen, als vom Bezirksbürgermeister oder der Verwaltung.

Die Bewohner selber müssen ein Neukölln wollen, in dem wieder investiert wird, in dem ihre Kinder sicher aufwachsen. Wichtig sind auch positive Rollenbilder.

Netzeitung: Wo sollen die herkommen?

Zimmermann: Menschen aus der Nachbarschaft, die es geschafft haben. Die wirtschaftlichen Aufsteiger muss man im Viertel halten. Etwa, indem man ihnen ein Eigenheim zu günstigen Konditionen anbietet.

Netzeitung: Ist der Kitt, der eine Gesellschaft zusammen hält, das Ermöglichen der bürgerlichen Lebensperspektive: Ein fester Job, mit dem man eine Familie ernähren und sich ein Eigenheim erwerben kann?

Zimmermann: Absolut! Darum geht es. Das geht doch auch in ärmeren Wohngebieten.

Netzeitung: Wie ist dieses bürgerliche Glücksversprechen einzulösen, wenn in Neukölln eine extrem hohe Arbeitslosenquote zu beklagen ist?

Zimmermann: Noch einmal: Eigentum ist der wichtigste Aufhänger für Veränderung. Das gilt auch in Vierteln wie Neukölln. Ich frage mich, warum man nicht zum Beispiel die türkische Gemeinde zum Eigentümer der Mietshochhäuser macht. Eine Hausgemeinschaft, die selber für die Immobilie verantwortlich ist. Sie müssen dann das Geld verdienen für den Unterhalt des Hauses, das nun ihnen gehört. Sie zahlen dann Miete für ihr Eigentum. Sie hängen nicht länger vom Staat ab. Sie müssen sich selber um die direkten Lebensumstände kümmern.

Und um zu arbeiten muss man eine angemessene Ausbildung haben. Also muss auch die Schule in der Nachbarschaft funktionieren, damit meine Kinder etwas lernen können – aus reinem Eigeninteresse. Das Eigentum löst also eine Kettenreaktion aus. Sagen wir, wir haben 50 arbeitslose Jugendliche und müssen unsere Häuser schützen vor Vandalismus und Einbruch. Also werden die von der Miete als Sicherheitskräfte beschäftigt. Aber man kann dann auch Wohnungen an Außenstehende vermieten. «Housing Management Companies» entstehen.

Man müsste Geld auftreiben, vielleicht auch von Wohltätigkeitsorganisationen, um Schulungen durchzuführen. Denn man muss Mitglieder der Gemeinschaft zu Verwaltern ausbilden. Das können sie natürlich leichter, wenn sie eine gute Schulausbildung haben und die Sprache beherrschen.

Netzeitung: Ist die Sprachkompetenz zwingend notwendig? In der Bronx sprechen doch sicher viele Bewohner besser Spanisch als Englisch.

Zimmermann: Unbedingt! Ohne Sprachkompetenz geht nichts. Sprachkompetenz ist bei uns keine Vorschrift. Aber es ist allen klar, dass es eine Art gesellschaftliche Vorschrift ist. Man bekommt sonst keine anspruchsvolle Arbeit.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein türkischer Vater und eine türkische Mutter nicht die gleichen Hoffnungen und Wünsche für ihr Kind haben, wie eine deutsche Mutter. Die wollen alle, dass es ihren Kindern besser geht. Da muss man ansetzen und sie überzeugen.

Netzeitung: Das alles klingt nur schwer kompatibel mit dem deutschen Sozialstaatsmodell.

Zimmermann: Natürlich. Und es ist ein langwieriger Prozess, eine Gemeinde zu entwickeln. Da darf man nicht nur in den Kategorien einer Wahlperiode denken. Es dauert eher eine Generation. Man muss sich von der Vorstellung verabschieden, das alles vom Staat bezahlt wird. Wie soll man da Verantwortungsbewusstsein heranziehen? Die Menschen müssen durch wirtschaftlichen Druck dazu gebracht werden, selber Verantwortung zu übernehmen. Erst wenn sie es im Geldbeutel spüren, wachen sie auf. Um etwas zu ändern, muss man wirklich über wirtschaftlichen Stress Druck ausüben. Und natürlich Strukturen anbieten, in denen sich die Betroffenen selber helfen können.

Man muss einfach fragen: Was sind die Pflichten eines Bürgers innerhalb einer Gemeinde? Selbstständig zu leben und zu denken. Sich selbst wirtschaftlich über Wasser zu halten. Verantwortung zumindest für sich selbst zu übernehmen.

Wenn nicht mehr selbstverständlich das Kinder- und Sozialgeld vom Staat ausreicht, um seine Großfamilie zu ernähren, dann wird es plötzlich viel attraktiver, dass auch die Tochter eine gute Ausbildung macht, um Geld zu verdienen. Der Staat muss allerdings die Infrastruktur bereit stellen. Etwa genügend Kindergartenplätze, auch ganztags.

Netzeitung: Auch die Rap-Kultur mit ihren gewaltverherrlichenden Texten wird immer wieder verantwortlich gemacht für die Verweigerungshaltung junger Deutscher aus Einwandererfamilien. Rap-Kultur wurde in der Bronx geboren. Wie schätzen sie Ihren Einfluss auf Jugendliche ein?

Zimmermann: Ach, da rate ich zur Gelassenheit. Es ist nur ein Ausdruck des Problems, nicht aber das Problem selber. Bald ist wieder eine andere Musikrichtung gefragt.

Netzeitung: Sie sind seit 2002 nicht mehr im Amt. Wie geht es weiter in der Bronx?

Zimmermann: Was ich im Moment beobachte, ist leider, dass es wieder einen Schritt zurück geht: Die Politik läuft wieder von oben nach unten, die Geschäftsleute investieren wieder ohne Risiko. Und auf die Selbsthilfeorganisationen, die alles gerettet haben, hört man kaum noch.

Mit Bernd Zimmermann sprach Florian Maaß.