netzeitung.deH5N1-Virus bereits in acht EU-Ländern

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Seit Mitte Februar sind auch Vögel auf dem Gebiet der Europäischen Union von dem gefährlichen Grippevirus H5N1 befallen. Der erste Fall wurde in Italien festgestellt.

Mitte Februar ist die erste H5N1-Infektion bei Vögeln in Italien nachgewiesen worden. Am 25. Februar wurde bestätigt, dass erstmals Nutzgeflügel in Frankreich befallen war.

Deutschland
Am 14. Februar 2006 wird die Vogelgrippe auf der Ostseeinsel Rügen bei verendeten Schwänen festgestellt. Das Virus H5N1 erreicht am 19. Februar das Festland Ost- und Nordvorpommerns und am 23. Februar die mecklenburgische Ostseeküste. Am 24. Februar wird die Vogelgrippe in Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg gemeldet. Bis Samstag wurde der Erreger bei mehr als 110 gestorbenen Tieren nachgewiesen.

Frankreich
Das Referenzlabor der nationalen Behörde für Lebensmittelsicherheit (AFSSA) weist das Virus am 18. Februar 2006 in einer Wildente nach, die im östlichen Département Ain tot aufgefundenen wurde. Am 25. Februar meldet Frankreich den ersten EU- Fall von Vogelgrippe bei Geflügel in einem Zuchtbetrieb. Das Virus H5N1 wird bei verendeten Puten nachgewiesen. In dem Betrieb in Versailleux im Département Ain waren mehr als 400 der 11 000 ständig im Stall gehaltene Tiere an der Krankheit verendet. Fünf Mitarbeiter des betroffenen Betriebes werden vorbeugend medizinisch behandelt.

Griechenland
Das Virus H5N1 wird am 11. Februar 2006 in Griechenland bei drei toten Schwänen nachgewiesen. Mittlerweile hat das griechische Landwirtschaftsministerium H5N1 bei insgesamt fünf Schwänen und einer Wildgans bestätigt.

Italien
Am 11. Februar 2006 teilen italienische Behörden mit, dass zwei tote Schwäne von dem Erreger H5N1 befallen waren. Inzwischen hat Italien insgesamt 16 Fälle bestätigt, darunter auch bei einer Wildente und einem Bussard.

Österreich
Das amtliche österreichische Gesundheitslabor AGES weist am 13. Februar 2006 bei zwei in der Steiermark entdeckten toten Schwänen das Vogelgrippevirus H5N1 nach.

Slowakei
Die Regierung bestätigt am 23. Februar 2006 H5N1- Infektionen bei einem nahe Bratislava gefundenen Wanderfalken und einem in der Hauptstadt gefundenen Weißhaubentaucher.

Slowenien
Slowenische Behörden stellen H5N1 am 13. Februar bei einem toten Schwan nahe der Grenze zu Österreich fest.

Ungarn
Die Regierung gibt am 21. Februar bekannt, dass in Gewebeproben von drei verendeten Schwänen H5N1 nachgewiesen wurde. Vier weitere Proben toter Wildvögeln werden noch untersucht.

Großbritannien gilt bislang nicht als Vogelgrippeland. Das H5N1- Virus war zwar bei taiwanesichen Finken entdeckt worden, die Tiere verließen die Isolierstation jedoch nicht. (dpa)