netzeitung.deGefährliches Vogelgrippe-Virus erreicht EU

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Vogelgrippe-Übung in Griechenland. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Vogelgrippe-Übung in Griechenland.
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

In Italien und Griechenland ist erstmals der auch für den Menschen gefährliche Vogelgrippe-Erreger H5N1 nachgewiesen worden. Die EU rief ein Krisentreffen ein.

Das Vogelgrippe-Virus H5N1 ist erstmals in Ländern der Europäischen Union bestätigt worden. In Italien und Griechenland sei der auch für den Menschen gefährliche Erreger bei Schwänen nachgewiesen worden, wie Behörden der Länder am Samstag mitteilten. Auch in Bulgarien wurde der Virus erstmals entdeckt. EU-Experten für Tierseuchen wollen sich am Donnerstag und Freitag in Brüssel treffen, um über Maßnahmen zur Abwehr des Virus zu beraten.

Der italienische Gesundheitsminister Francesco Storace sagte, auf Sizilien sowie in den süditalienischen Regionen Kalabrien und Apulien seien insgesamt 17 am Vogelgrippevirus verendete Schwäne gefunden worden. «Es steht fest, dass das Virus nachgewiesen worden», sagte er nach einer Kabinettssitzung und kündigte besondere Sicherheitsmaßnahmen für die betroffenen Gebiete an.

Bei Tests des Referenzlabors für Vogelgrippe in Großbritannien wurde das H5N1-Virus ebenfalls bei drei toten Schwänen nahe der griechischen Stadt Saloniki gefunden. Zuvor hatte das Landwirtschaftsministerium in Athen mitgeteilt, auf der griechischen Insel Skyros sei eine Wildgans positiv auf einen Vogelgrippe-Erreger vom Typ H5 getestet worden.

Die Europäische Union bestätigte am Samstag, dass auch wilde Schwäne in Bulgarien den Erreger aufwiesen. Die Tiere stammten aus der Region Widin nahe der rumänischen Grenze. Das Speziallabor Weybridge habe auch diese Tests ausgeführt und den Erreger bestätigt. (nz)