Weitere Todesfälle durch Vogelgrippe in Ostasien
19. Jan 2006 09:54
 |  Bekämpfung der Vogelgrippe in China | | Foto: AP Photo |
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Vogelgrippe ist die Ursache für einen weiteren Todesfall in China. Erst am gestrigen Mittwoch war in Peking eine Konferenz zur Bekämpfung der Vogelgrippe zu Ende gegangen.
Überraschend hat eine internationale Geberkonferenz in Peking mit 1,9 Milliarden am Mittwoch 400 Millionen Dollar mehr Geld als erwartet mobilisiert für den Kampf gegen die Vogelgrippe. Unterdessen haben Behörden in China und Indonesien weitere Todesfälle durch die Krankheit gemeldet.
Bei einem kleinen Jungen, der in dieser Woche gestorben war, sei der Virustyp H5N1 nachgewiesen worden, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in der indonesischen Hauptstadt Jakarta am Donnerstag mit. Bei einer 13 Jahre alten, am Wochenende gestorbenen Schwester des Jungen war vor wenigen Tagen ebenfalls der Erreger festgestellt worden. Die beiden Ergebnisse müssen noch durch Tests der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigt werden.Der chinesische Gesundheitsminister bestätigte den sechsten Toten durch die Vogelgrippe in China. Die Zahl der offiziell eingeräumten Infektionen unter Menschen in der Volksrepublik stieg damit auf neun. Weltweit starben nach WHO-Angaben bislang 79 Menschen an der Viruskrankheit. Am stärksten betroffen ist Vietnam, wo seit Ende 2003 mehr 42 Menschen dem Erreger erlagen.
Zum Ende der Geberkonferenz in China riefen die Teilnehmer in einer gemeinsamen Erklärung zu einem «koordinierten, schnellen und entschlossenen» Vorgehen auf. Das Virus H5N1 könne sich verändern und zu einer Pandemie unter Menschen führen. «Es ist nur eine Frage der Zeit», sagte WHO-Direktor Jong Wook Lee. «Wir waren noch nie mit einer solchen Bedrohung globalen Ausmaßes konfrontiert», sagte EU-Kommissar Markos Kyprianou.Bei den Finanzzusagen gab die Weltbank 500 Millionen Dollar. «Es ist eine kleine Summe im Vergleich zu dem Schaden, wenn wir es nicht schaffen, die Verbreitung der Krankheit zu verhindern», sagte Weltbank-Präsident Paul Wolfowitz dazu. Die Weltbank zitiert Schätzungen von Experten, wonach eine Pandemie zwischen 2 und 50 Millionen Menschen das Leben kosten könnte. In den reichen Staaten müsse mit 280.000 bis 650.000 Toten gerechnet werden. (nz)