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Tag der Arbeit: 

Randaleauftakt zum 1. Mai in Hamburg

30. Apr 2008 15:25
Zielscheibe linker Proteste: die Polizei
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Flaschen auf Polizisten, brennende Müllcontainer – normalerweise gehen die Auseinandersetzungen zwischen Linksextremen und der Polizei erst am Vorabend des 1. Mai los. In Hamburg haben sie einen Tag früher begonnen.

Vor den erwarteten Krawallen rund um den 1. Mai ist es in Hamburg bereits zu ersten Ausschreitungen gekommen. Nach einer Versammlung mit rund 3000 Teilnehmern am Dienstagabend griffen einige Störer Polizisten an und warfen Flaschen, wie die Polizei am Mittwoch berichtete. Auch Beamte der Feuerwehr seien mit Flaschen beworfen worden. Ein Beamter sei verletzt. Außerdem seien einige Müllcontainer umgekippt und angezündet worden, sagte ein Polizeisprecher.

Im Zusammenhang mit den Mai-Tagen sind weitere Demonstrationen geplant, die eskalieren könnten. Medienberichten zufolge wollen in diesem Jahr gewaltbereite Linksautonome aus dem ganzen Bundesgebiet nach Hamburg reisen und nicht wie sonst Berlin zum Schauplatz der Mai-Krawalle machen.

Der dortige Landesverfassungsschutz hatte bis Anfang April keine Anzeichen dafür, dass zu größeren unfriedlichen Aktionen am 1. Mai in Berlin mobilisiert werde. Bereits am Mittwochabend will die linke Szene in Hamburg demonstrieren. Bei dem Aufzug vom «Hamburger Bündnis für einen revolutionären 1. Mai» werden laut Polizei 800 bis 1000 Teilnehmer erwartet. Die Route endet im Schanzenviertel, in dem sich Linksautonome und Polizei traditionell Auseinandersetzungen liefern.

Die NPD marschiert

Für den Donnerstag ist im nördlichen Stadtteil Barmbek ein Aufmarsch einer NPD-nahen Gruppe mit rund 800 Personen angemeldet. Gegen diesen Aufmarsch planen Gewerkschaften, Kirchen und Theatermacher eine Protestkundgebung auf dem Spielbudenplatz in St. Pauli. Darüber hinaus wollen mehrere kleinere Bündnisse in der Nähe der rechtsradikalen Demo protestieren.

Insgesamt rechnet die Polizei bei Gegendemos am 1. Mai mit rund 3000 Teilnehmern an verschiedenen Stellen in Hamburg. Sie erwartet überwiegend friedliche Demonstranten, fürchtet aber, dass militante Nazigegner zu der Demonstration der Rechtsradikalen vordringen wollen. Medienberichten zufolge werden rund 1600 Uniformierte im Einsatz sein. (AP)


 
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