30. Apr 2008 15:25
Flaschen auf Polizisten, brennende Müllcontainer – normalerweise gehen die Auseinandersetzungen zwischen Linksextremen und der Polizei erst am Vorabend des 1. Mai los. In Hamburg haben sie einen Tag früher begonnen.
Im Zusammenhang mit den Mai-Tagen sind weitere Demonstrationen geplant, die eskalieren könnten. Medienberichten zufolge wollen in diesem Jahr gewaltbereite Linksautonome aus dem ganzen Bundesgebiet nach Hamburg reisen und nicht wie sonst Berlin zum Schauplatz der Mai-Krawalle machen. Der dortige Landesverfassungsschutz hatte bis Anfang April keine Anzeichen dafür, dass zu größeren unfriedlichen Aktionen am 1. Mai in Berlin mobilisiert werde. Bereits am Mittwochabend will die linke Szene in Hamburg demonstrieren. Bei dem Aufzug vom «Hamburger Bündnis für einen revolutionären 1. Mai» werden laut Polizei 800 bis 1000 Teilnehmer erwartet. Die Route endet im Schanzenviertel, in dem sich Linksautonome und Polizei traditionell Auseinandersetzungen liefern.