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Josef F. ist kein Einzelfall: 

Wenn Kinder Opfer ihrer Eltern werden

29. Apr 2008 12:03
Kindesmissbrauch – der Abscheu der Öffentlichkeit ist den Tätern gewiss
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Der Ortsname Amstetten wird zum Synonym für eine fürchterliche Tat, aber ähnliche Fälle ereigneten sich in jüngster Vergangenheit. Auch in Deutschland gab es schon Schwangerschaften nach Vergewaltigung durch den Vater.

Immer wieder werden Kinder in der eigenen Familie missbraucht. Oft dauert ihre Qual viele Jahre lang. Einige besonders schockierende Fälle aus aller Welt:

Vor den Augen der Mutter

September 2006: In Budapest wird der Fall einer 27-Jährigen bekannt, die 13 Jahre lang von ihrem Vater gefangen gehalten und sexuell missbraucht wurde. Vor den Augen der schwerkranken Mutter vergewaltigte der Mann das Kind regelmäßig. Erst als er stirbt, endet das Martyrium der jungen Frau.

Der Polygamist

Juni 2005: Ein Gericht in Fresno (US-Bundesstaat Kalifornien) spricht einen 58-Jährigen schuldig, neun seiner Kinder getötet zu haben. Der Amerikaner lebte als Polygamist und hatte mehrere seiner Töchter und Nichten vergewaltigt.

Zehn Erwachsene verurteilt

Juli 2004: Im nordfranzösischen Saint-Omer werden der Vater und die Mutter von vier jahrelang sexuell missbrauchten Söhnen von einem Gericht zu 20 beziehungsweise 15 Jahren Haft verurteilt. Sie sollen die eigenen und zwölf weitere Kinder geschändet und zur Prostitution gezwungen haben. Die Opfer waren zur Tatzeit zwischen drei und acht Jahre alt. Auch acht Bekannte des Elternpaares werden wegen sexuellen Missbauchs zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Tochter im Schrank

Januar 2002: Im US-Bundesstaat Texas wird eine Mutter zu lebenslanger Haft verurteilt. Sie hatte ihre achtjährige Tochter jahrelang in einem Schrank eingesperrt. Der Stiefvater stand ebenfalls vor Gericht, weil er das Kind missbraucht haben soll.

Elfjährige geschwängert

Oktober 1999: Ein 39 Jahre alter Mann aus Naumburg (Sachsen-Anhalt) muss wegen sexuellen Missbrauchs seiner Tochter für dreieinhalb Jahre hinter Gitter. Er hatte das damals elfjährige Mädchen geschwängert. Die geschiedene Frau des Täters hatte ihn bereits 1994 wegen Missbrauchs der Tochter angezeigt. Das Verfahren wurde jedoch zunächst eingestellt, weil das Gericht den Aussagen des Kindes nicht glaubte.

Zwölf Jahre Inzest

Juli 1998: Ein 66 Jahre alter Frührentner aus Fulda (Hessen) wird wegen der Vergewaltigung seiner Tochter zu fünf Jahren Haft verurteilt. Der Mann hatte 1985 die damals 16-Jährige erstmals missbraucht. Während der fast zwölfjährigen Inzest-Beziehung gegen ihren Willen wurde die Tochter sechsmal schwanger. Aus Angst vor den Gewalttätigkeiten ihres Vaters gab sie jeweils Zufallsbekanntschaften als Väter ihrer Kinder an. (dpa)

 
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