Neuer Fall in Sachsen: 

netzeitung.deMutter überlässt Neugeborenes der Straße

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Babyklappen können Leben retten – in Leipzig half nur der glückliche Zufall (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Babyklappen können Leben retten – in Leipzig half nur der glückliche Zufall
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Was für ein Start ins Leben: In eine Plastiktüte gesteckt und beim Altglascontainer entsorgt. Für ein Baby aus Leipzig war es dennoch nicht zu spät - dank aufmerksamer Passanten.

Eine 18-Jährige Frau hat am Freitagabend in Leipzig ihr neugeborenes Kind in einer Plastiktüte ausgesetzt. Ein Paar hatte das noch lebende Baby zwischen Altglascontainern entdeckt und die Polizei alarmiert. Nur zwei Stunden später wurde die 18-Jährige als vermutliche Mutter identifiziert und in ihrer Wohnung festgenommen. Die Frau werde in einem Krankenhaus versorgt, sagte ein Polizeisprecher. Auch das Baby werde wegen starker Unterkühlung in einer Klinik betreut.

Auf die Spur der Frau seien die Beamten durch umfangreiche Befragungen in der Umgebung gekommen. Es fanden sich Zeugen, die entscheidende Hinweise geben konnten. Ob die 18-Jährige schon Angaben dazu gemacht hat, warum sie das Baby ausgesetzt hat, konnte der Sprecher noch nicht sagen. Auch nicht dazu, in welchem sozialen Umfeld die Frau lebt. Gegen sie werde wegen versuchten Totschlags ermittelt.

In Sachsen waren erst vor wenigen Tagen zwei neugeborene Kinder tot gefunden worden. In Wiesenbad wurde ein totes Baby in einer Müll-Sortieranlage entdeckt. Wenige Tage zuvor war eine Familie in Elsterberg beim Durchstöbern ihres Dachbodens auf eine Babyleiche gestoßen. Der Säugling lag in einem Pappkarton. Als Mutter des toten Mädchens wurde die 22 Jahre alte Tochter des Ehepaares ermittelt, die in München lebt. Die junge Frau war in der bayerischen Landeshauptstadt festgenommen, später aber wieder freigelassen worden. Die Obduktion ergab, dass das Kind tot zur Welt gekommen war. (dpa)