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Fragwürdige Produktpalette: 

Amazon verkaufte «I Love Hitler»-Shirts

25. Apr 2008 12:41, ergänzt 13:37
Hitler als Verkaufsschlager?
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Eine Liebeserklärung an einen Diktator und Massenmörder zu verkaufen, bringt Geld, dachte sich wohl das Internetgeschäft Amazon – und nahm Nazi-Fan-Shirts ins Sortiment. Inzwischen hat der Händler die Artikel wieder entfernt. Mit Video

Der US-Onlineversand Amazon hat mit einer fragwürdigen T-Shirt-Kollektion für Empörung gesorgt. Bis Donnerstag bot das Unternehmen Kleidungsstücke mit dem Aufdruck «I Love Hitler» und diverse weitere Nazi-Devitionalien an, berichtet das österreichische Nachrichtenportal «Pressetext». So fanden sich in dem Sortiment neben Shirts mit der Aufschrift «Bush», in der das «S» zu einem Hakenkreuz umgestaltet wurde, auch verschiedene Kleidungsstücke, die mit einem Herz und dem Slogan «I Love Hitler» versehen sind, heißt es.

«Wir haben diese Artikel von unserer Seite entfernt», teilte Patricia Smith, Sprecherin bei Amazon USA, dem Portal mit. Zu den Details über die bisher im Angebot enthaltenen naziverherrlichenden Produkte wollte sich das Unternehmen indes nicht äußern.

«Amazon lässt sich als Plattform für Propaganda missbrauchen», sagt Rainer Gries, Professor am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien. «Amazon hat die Pflicht, auch in Bezug auf die eigene Marke, die Produkte auf ihren Seiten zu kontrollieren. Die Betreiber lassen sich hier von Dritten vor einen Karren spannen», so der Experte. An deren Stelle müsse man sich fragen, warum sie bereit seien, ihren Ruf für solche Artikel aufs Spiel zu setzen. «Amazon hat selbst eine robuste Marke und einen Ruf zu verlieren», betont Gries.

«Das Angebot ist in jedem Fall zu verurteilen«, sagt Thomas Günter, Justiziar der Initiative Jugendschutz.net. »Nach deutschem Recht sind solche T-Shirts seit 2004 strafbar.»
Neben dem Hitler-Motiv gab es beispielsweise ein T-Shirt mit der Aufschrift «Jew Gone Wild!» («Wild gewordener Jude!») sowie ein «Afrika Korps Tour Shirt», das dem Truppenkommandeur des Afrika-Feldzugs, Erwin Rommel, huldigte. Auf der Deutschland-Website von Amazon wurden die Produkte nicht angeboten. (nz)

Stromberg imitiert Hitler

 
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