Amokfahrt auf der A5: 

netzeitung.deWilde Verfolgungsjagd endet nach 200 Kilometern

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Sechs Wagen haben den Flüchtenden schließlich umstellt. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Sechs Wagen haben den Flüchtenden schließlich umstellt.
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Ohne Führerschein, dafür aber mit lauter Hupe machte ein offenbar psychisch kranker Mann vor einer Klinik auf sich aufmerksam. Als die Polizei kam, gab er Gas. Erst ein waghalsiges Manöver konnte ihn stoppen.

Ein 50-jähriger Mann hat sich in der Nacht zum Mittwoch über 200 Kilometer hinweg eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Auf der Autobahn 5 in der Nähe des Darmstädter Kreuzes wurde der Mann schließlich gestellt, wie die Polizei mitteilte. Er wurde am Nachmittag nach einer ärztlichen Untersuchung in die Psychiatrie eingeliefert. Der Mann, der keinen Führerschein besitzt, fuhr gegen 4.40 Uhr mit seinem Auto hupend vor eine psychiatrische Fachklinik in Offenburg und begann dort, Pflanzen und Tüten aus dem Fahrzeug zu entladen.

Dabei hatte er das Autoradio voll aufgedreht. Der Nachtportier der Klinik verständigte die Polizei. Als die Streife eintraf, setzte sich der Ruhestörer in sein Fahrzeug und fuhr bei der Flucht einer Polizeibeamtin rückwärts über den Fuß. Die 31-Jährige musste ärztlich behandelt werden. Die Polizei verfolgte den Pkw, auf Anhaltezeichen reagierte der Fahrer nicht. Er flüchtete in halsbrecherischer Fahrt in Richtung A5. Dort nahmen mehrere Streifenwagen aus Baden-Württemberg und Hessen die Verfolgung auf. Teilweise fuhr der Flüchtige mit Tempo 200 in Richtung Norden.

Von sechs Streifenwagen umstellt
Zwischen Eberstadt und dem Darmstädter Kreuz musste er wegen eines Staus zwangsläufig abbremsen. Dies nutzte die Polizei, um ihn aus dem Verkehr zu ziehen: Sein Auto wurde von sechs Streifenwagen umstellt. Einer davon wurde dabei erheblich beschädigt, drei weitere kamen mit kleineren Schrammen davon. Die Beamten schlugen eine Seitenscheibe des Pkw ein und nahmen den Fahrer unter Einsatz von Pfefferspray fest. Weil er sich sehr aggressiv verhielt, konnte er nicht vernommen werden. Er kam stattdessen in ärztliche Behandlung und später in eine psychiatrische Einrichtung. (AP)