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Mutiger Lebensretter in Australien: 

Frau aus dem Rachen eines Krokodils befreit

03. Apr 2008 11:57
Furchteinflößender Anblick: Krokodil reißt sein Maul auf
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Ein Ausflug zu einem beliebten Freizeitareal endete für eine Familie fast tödlich. Als sie am Fluss stand, schnappte ein Krokodil nach den Beinen der Mutter und zog sie ins Wasser – ihr Mann reagierte sofort und lebensmutig. Mit Video

Ein australischer Ehemann hat seine Frau mit einem wagemutigen Sprung auf den Kopf eines Krokodils aus dem Rachen desselben befreit. Die 36-Jährige stand am Ufer eines Flusses, als das etwa zweieinhalb Meter lange Reptil zuschnappte, sie am Bein packte und ins Wasser riss. Verzweifelt rief sie ihren Mann zu Hilfe. «Norm war sofort im Wasser, sprang dem Krokodil auf den Kopf und griff nach dessen Augen», berichtete sie am Donnerstag. «Er stach dem Tier ins Auge, und das Tier ließ mich frei.»

Die 36-jährige Wendy Pethrick erlitt tiefe Bisswunden in beiden Beinen, hat nach Angaben von Ärzten aber gute Aussichten, wieder gesund zu werden. Ihr Mann Norm Moreen trug nur ein paar Kratzer davon. Der Attacke ereignete sich bereits am Mittwoch im Litchfield Nationalpark, etwa 160 Kilometer südlich der Stadt Darwin in Nordaustralien. «Er hat sehr mutig und selbstlos gehandelt», sagte der Leiter des Royal Hospitals in Darwin, Len Notaris. «Die Kraft, mit der ein Krokodil zubeißen kann, ist unglaublich.»

Mann sieht sich nicht als Held

In einem Interview des Senders ABC sagte Wendy Pethrick, sie habe nie bezweifelt, dass der Mann, mit dem sie seit 17 Jahren verheiratet ist, sein Leben riskieren würde, um ihres zu retten. «Wenn Norm nicht dagewesen wäre, hätte mich das Krokodil umgebracht», sagte die Mutter von drei Kindern.

Polizei und Krankenhausmitarbeiter feierten den dreifachen Familienvater als Helden. Doch Moreen findet nichts Heroisches an seiner Tat. Er sagte, er habe rein instinktiv gehandelt: «Ich bin einfach hinterhergesprungen. Wenn du jemanden retten musst, den du liebst, dann tust du es eben. Du hast vielleicht Angst, aber keine Zeit nachzudenken.»

Parkaufseher waren geschockt von dem Vorfall. Sie waren zuvor überzeugt, dass es in dem beliebten Freizeitareal keine Krokodile gibt. «Dort wo die Frau angegriffen wurde, ist das Wasser nur 1,5 Meter tief. Das macht wieder einmal deutlich, dass im Herbst Salzwasserkrokodile auch in Flüsse vordringen, in denen sie normalerweise nicht leben», hieß es von der Parkaufsicht. Die besonders ausgewiesenen Schwimmzonen würden nun überwacht, außerdem sollten Krokodilfallen aufgestellt werden. (dpa/AP)

Typischer Krokodilangriff

 
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