«Soweit man Brückenwerfer bis heute kennt, machen sie sich keine Gedanken über die Folgen ihres Handelns», sagte der Münchner Psychologe Georg Sieber der «Süddeutschen Zeitung». «Menschen, die Dinge von Brücken werfen, tun das in der Regel ohne Tötungsabsicht.» Sie brächten die Autos unter der Brücke nicht mit den darin sitzenden Menschen in Verbindung. Zur Motivation sagte der Psychologe, dass meist die Gelegenheit sie zu Tätern mache. «Ich kenne keinen Fall in den 40 Jahren, die ich die Polizei beraten habe, in dem sich ein Täter vorgenommen hat: Jetzt gehe ich zu der Brücke und werfe etwas herunter.» (dpa)